25. Januar 2018

Presseschau: Die neuesten Besprechungen im Überblick

Ricarda Huch: Die Romantik


"Ricarda Huchs Abhandlung über die Romantik ist eines der erstaunlichsten Bücher der Literaturgeschichte und auch der Literaturwissenschaft. (…) So besticht die Darstellung nach wie vor durch die Wechselwirkung von Gegenstand und Methode. Was viel später unter dem Etikett interdisziplinär als besonders fortschrittlich propagiert wurde, erscheint bei Ricarda Huch selbstverständlich. (…) Zumal in der gewohnt prächtigen Edition der "Anderen Bibliothek" ist Ricarda Huchs Buch so unvermindert geeignet, Lust auf Lektüre zu machen und manchen auch heute wieder in Vergessenheit geratenen romantischen Text wieder zur Hand zu nehmen." Friedmar Apel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.01.2018

"Oft kommt es einem so vor, als wäre Huch selbst dabei gewesen. Ihre Darstellung lebt von einer inhaltlich-thematischen Breite, die bis heute beeindruckt." Mathias Iven, Wist - Der Literaturladen, 17.01.2018

 

Moische Kulbak: Die Selmenianer

"Kulbak lebte in Weißrussland, auch einige Jahre in Berlin. Er verbindet hier in seinem Hauptwerk ost- und westeuropäische Erzähltraditionen in meisterhafter Weise. (...) Kulbak liefert mit wenigen Strichen große Panoramen. Er verlebendigt eine Epoche, die zwischen Tradition und Moderne, Asien und Europa, zerrissen wird. Sein Roman über eine Familie mit vielen seltsamen, gewöhnlichen, eigenwilligen Mitgliedern ist ein Klassiker der jiddischen Literatur, der noch heute mit großem Vergnügen zu lesen ist. Die Herausgeber der Anderen Bibliothek haben wieder mal erstklassige Arbeit geleistet." Mario Scalla, hr2-kultur - Kulturfrühstück, 17.01.2018

 

"Aus all dem Schrecken ragt "Die Selmenianer" wie ein literarisches Wunder scheinbar unversehrt hervor. (...)  Die überfällige Erstübersetzung erschließt mit Moische Kulbak einen faszinierenden Vertreter der sowjetisch-jiddischen Postmoderne endlich dem deutschsprachigen Publikum." Onlinemagazin OsTraum, 24.01.2018

 

Edmond und Jules de Goncourt: Manette Salomon

"Manette Salomon" erzählt nicht nur auf lebendigste Weise von den Lebenswegen und Schicksalen seiner vier Anti-Helden. Der Roman entwirft darüber ein Sittenbild der Pariser Gesellschaft um die Mitte des vorvergangenen Jahrhunderts. (...) Der Begeisterung für die Farbe folgend, zeichnet sich der Roman nicht nur durch seine intensiven Gemäldebeschreibungen aus. Den Goncourts gelingen in "Manette Salomon" selber überaus malerische Beschreibungen, sei es von Gesichtern, Tieren oder Landschaften, die dem Leser den Eindruck vermitteln, als könne diese Prosa "sehen". (...) Der großartige, selbst wo er misslingt staunens- und lesenswerte Roman der Goncourts jedenfalls klingt in der Übersetzung von Caroline Vollmann so frisch wie am ersten Tag." Jan Koneffke, Deutschlandfunk - Büchermarkt, 21.01.2018

 

Marcel Proust: Das Flimmern des Herzens. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit - in der Urfassung

"Dank der Bienenarbeit des Literaturkritikers Stefan Zweifel und eines verlegerischen Großaufwands in der „Anderen Bibliothek“ liegt der „Combray“-Teil nun, minutiös aus den Korrekturfahnen übersetzt, auch auf Deutsch vor. (…) Das im Band dankenswerterweise mitgelieferte Faksimile der ersten Fahne lässt uns das Satzgestöber auch visuell miterleben.“ Joseph Hanimann, Süddeutsche Zeitung, 17.01.2018
 

"Was die übersetzerische Arbeit und die graphische Gestaltung angeht, so ist die deutsche Fassung von „Combray“ eine Edition der Extraklasse. Um zu zeigen, was da alles beigefügt und wieder gestrichen wurde, bot sich einzig eine „Parallelausgabe“ des Textes an. Und so findet der Leser – noch dazu in mehrfarbigem Druck – auf der rechten Seite die unkorrigierten Druckbogen des ursprünglichen Proust-Textes, links daneben wird der endgültige Text mit allen von Stefan Zweifel entzifferten Ergänzungen, Streichungen und Korrekturen von „Combray“ wiedergegeben. Wenn es um den Vergleich zwischen Ur- und Endfassung des Romans geht, so muss man Zweifel zustimmen: „Es bleibt das Paradox: [Proust] hat ein ganz neues Buch geschrieben – und: es hat sich nichts verändert.“ Gerade deshalb kommen von Proust begeisterte Leser an dieser Ausgabe nicht vorbei!" Mathias Iven, Wist - Der Literaturladen, 17.01.2018

Theodore Dreiser: Sister Carrie

"Das prächtige Amerika der Jahrhundertwende, New York, Chicago, der Broadway, aber auch die Armut, das Leben der Arbeiter, die sozialen Unterschiede, all das ist der Hintergrund für die fesselnde Geschichte der jungen Carrie. (...) Die schöne Ausgabe aus dem Hause Die Andere Bibliothek lässt keine bibliophilen Wünsche offen, schmeichelt mit geschmeidigen Papier, besticht mit schlichten aber sehr passenden Illustrationen und wird so zum perfekten Gesamtpaket. Ein großartiger Roman, den ich nur empfehlen kann." Tobias Zeising, Blog Lesestunden, 12.01.2018

 

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Buch zur News:

Marcel Proust

Das Flimmern des Herzens

»Auf der Suche nach der verlorenen Zeit« – wie wir sie noch nie gelesen haben
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Das Flimmern des Herzens
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