23. Oktober 2017 19:00 Uhr - Plenarsaal des Landtags, Landesmuseum Mainz, Große Bleiche 49-51, 55116 Mainz

Vortrag und Lesung zum 225. Jahrestag der Mainzer Republik: Jürgen Goldstein stellt "Georg Forster. Zwischen Freiheit und Naturgewalt" vor, Sebastian Brandes liest aus Georg Forsters "Ansichten vom Niederrhein" im Landtag von Rheinland-Pfalz

Begrüßung: Vizepräsidentin des Landtags Barbara Schleicher-Rothmund

Vortrag: "Georg Forster: Zwischen Freiheit und Naturgewalt" - Prof. Dr. Jürgen Goldstein, Philosoph, Universität Koblenz-Landau

Lesung aus Georg Forsters "Ansichten vom Niederrhein" - Sebastian Brandes, Schauspieler, Staatstheater Mainz

Im Anschluss Podiumsgespräch: "Georg Forster und das Erbe der Mainzer Republik in ihrer Bedeutung für die deutsche Demokratiegeschichte"
Teilnehmer: Sara Anil, Prof. Dr. Jürgen Falter, Prof. Dr. Jürgen Goldstein, Dr. Kai-Michael Sprenger, Moderation: Lena Ganschow

Schlusswort und Dank: Prof. Dr. Miachel Matheus, Universität Mainz, Direktor des IGL

 

Die öffentliche Abendveranstaltung findet im Rahmen einer Fachtagung zum 225. Jahrestag der Mainzer Republik statt:
Im Oktober 1792 wurde Mainz von der französischen Revolutionsarmee besetzt, und die Werte der Französischen Revolution sowie ein völlig neues Verständnis für die Menschen- und Bürgerrechte hielten Einzug in die Stadt. Wenig später entstand die Mainzer Republik. Sie gilt heute, wenn auch nicht unumstritten, als der erste Demokratieversuch auf deutschem Boden. Das Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V. möchte zusammen mit dem Landtag Rheinland-Pfalz und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz im Rahmen des Jubiläums dieser bedeutenden Episode der deutschen Demokratiegeschichte gedenken, genau 225 Jahre nach Gründung des ersten Mainzer Jakobinerklubs am 23. Oktober 1792.

 

Über "Ansichten vom Niederrhein": 

Georg Forster unternahm im Frühjahr 1790, begleitet vom noch jungen Alexander von Humboldt, eine Reise, die ihn vom Rheingau nach Ehrenbreitstein, Köln, Düsseldorf über Aachen u. a. nach Lüttich und Brüssel, in die Niederlande nach England und schließlich nach Paris führte. Sein Bericht ist alles andere als eine bloß geografische Reisebeschreibung: Es ist eine Expedition in ein sich gerade politisch wandelndes Europa. Seine Meisterschaft liegt neben der Beschreibung der Landschaft, der Landessitten und der brillanten Kunst- und Architekturbeschreibungen in der bestechenden Beobachtung des ökonomischen Zustands und der vergleichenden Betrachtung der politischen Verfasstheit der bereisten Staaten.
"Dieser Scharfblick und Scharfsinn, der umsichtige Perspektivismus und die Einordnung von Einzelheiten in die Kultur- und Menschheitsgeschichte, die schon die „Reise um die Welt“ prägen, lassen die „Ansichten vom Niederrhein“ zu einer faszinierenden Lektüre werden.“ (Alexander Kosenina, FAZ)

"Sein grandioser Reisebericht ist das Europabuch eines genauen Beobachters der politischen Verhältnisse." (Willi Winkler, Süddeutsche Zeitung)

 

Veranstalter: Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz, Landtag Rheinland-Pfalz, Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz in Zusammenarbeit mit dem Verein für Sozialgeschichte Mainz e. V., dem Stadthistorischen Museum Mainz, dem Verband der Geschichtslehrer Deutschlands, Landesverband Rheinland-Pfalz und der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz

 

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