03. März 2017

In zwei Wochen, am 17. März, erscheint der Band "Ick kieke, staune, wundre mir. Berlinerische Gedichte von 1830 bis heute". Unter dem Motto 14 Tage – 14 Gedichte stellen wir nun täglich ein Gedicht daraus auf Facebook vor.

Die Anthologie versammelt über 250 mundartliche Gedichte von Adolf Glaßbrenner, Theodor Fontane, Mascha Kaléko, George Grosz, Max Herrmann-Neiße, Kurt Tucholsky, Katja Lange-Müller, Peter Wawerzinek, Bert Papenfuß, ahne  und vielen anderen mehr. Entstanden ist eine äußerst interessante und amüsante Berliner Kulturgeschichte, die fast wie nebenbei auch die deutsche Geschichte der letzten zweihundert Jahre nachzeichnet.

Wir beginnen unsere kleine Reihe mit einem der bekanntesten Gedichte von Adolf Glaßbrenner:


Rose (rothe)

Ich liebe Dir! ich liebe Dich!
Wie’s richtig is, ich weeß es nich,
Un’s is mich auch Pomade!
Wie, wenn ich lieb’, es heißen muß,
Zu fragen erst den Heinsius,
Wär’ um die Liebe schade!
Ich liebe Dir, ich liebe Dich,
Wie’s richtig is, ich weeß es nich,
Doch klopft mein Herz so schnelle!
Ich lieb’ nicht auf den dritten Fall,
Ich lieb’ nicht auf den vierten Fall,
Ich lieb’ auf alle Fälle.

 

Wenn Sie mehr Gedichte vorab lesen möchten, schauen Sie doch auf unserer Facebook-Seite vorbei!

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Buch zur News:

Ick kieke, staune, wundre mir

Die Literaturwerdung der »Berliner Schnauze« in der ersten dokumentarischen Anthologie.
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Ick kieke, staune, wundre mir
42,00 EUR
03.2017
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