24. Februar 2021 15:00 Uhr

Endlich wieder lieferbar: Erinnerungen von Nadeschda Mandelstam

Nachdem die Originalausgabe wegen der hohen Nachfrage bereits Anfang Dezember 2020 ausverkauft war, ist in dieser Woche der Extradruck von Nadeschda Mandelstams Erinnerungen an das Jahrhundert der Wölfe ausgeliefert worden. Wir sind überwältigt von der zahlreichen Rückmeldung aus der Presse zu unserem Buch und möchten hier einige Rezensionen mit Ihnen teilen:

 

„Dass die Erinnerungen nun nach fünfzig Jahren in neuer Übersetzung vorliegen, ist ein Glück: Ursula Kellers Fassung ist weitaus genauer als die zuweilen umständliche und fehlerhafte alte Übersetzung Elisabeth Mahlers. Ein Glück ist diese neue Ausgabe in der Anderen Bibliothek aber auch wegen des fast zweihundertseitigen Anhangs. Er erschließt einem alle relevanten Daten, Personen und Ereignisse, und bildet so etwas wie ein Buch im Buch. Eine Lektüre, die einen lange beschäftigt.“
Tobias Lehmkuhl, WDR 3, 23.09.2020

 

"Der Ton dieses Buches ist ein ganz besonderer. Es geht nicht um Privates, und die Autorin erzählt auch nicht exakt dem chronologischen Ablauf entlang. (…) Die Welt, die hier vor Augen geführt wird, entzieht sich in ihren Gefühlsfarben weitgehend der zeitgenössischen Wahrnehmung. Man braucht eine eigene Übersetzungsarbeit, um die Sprache und die Erlebnisse Nadeschda Mandelstams in ihren existenziellen Dimensionen nachvollziehen zu können."
Helmut Böttiger, Süddeutsche Zeitung, 12.10.2020

 

"Nadeschda Mandelstams Erinnerungen sind nicht nur ein erschütterndes Dokument über den Kampf des Dichters Mandelstam mit der sowjetischen Zensur, sondern auch eine mit mutiger Offenheit erzählte Liebesgeschichte."
Karlheinz Kasper, neues deutschland, 05.11.2020

 

"Die Erinnerungen an das Jahrhundert der Wölfe gibt dem alten, zur Phrase gegen den Faschismus missbrauchten Spruch, »wehret den Anfängen«, seine Bedeutung zurück. Nadeschda Mandelstam zeigt, wie die Zerstörung von Demokratie und Menschenrechten schon lange vor dem Stalinismus begann."
Fokke Joel, taz, 08.12.2020

 

"Bemerkenswert ist die lapidare, zuweilen bis zum Sarkasmus sich steigernde Ironie, die im Buch immer wieder durchscheint und die nötige Distanz schafft, die es braucht, um von der Hölle überhaupt erzählen zu können. Dieses Buch ist Zeitzeugnis und zugleich große Literatur."
Jochen Schimmang, FAZ, 07.01.2021

 

"Nadeschda Mandelstams berühmter Tatsachenbericht, der nun in einer schnörkellosen Neuübersetzung vorliegt, ist aber viel mehr als nur eine Biografie ihres berühmten Mannes. Die Erinnerungen an das Jahrhundert der Wölfe zeichnen ein eindringliches Bild der absoluten Entfremdung, der Intellektuelle wie die Mandelstams in der stalinistischen Diktatur ausgesetzt waren."
Ulrich Schmid, NZZ, 28.01.2021

 

"Es ist vor allem die Unmittelbarkeit und Plastizität der Ereignisse, die diese Lektüre so eindringlich macht, aber auch die weit über alles Biografische hinausgehende historische Dimension, die sich etwa in den Begegnungen und Gesprächen mit Vertretern der »Intelligenzija« wie Maxim Gorki, Andrej Belyj oder Boris Pasternak manifestiert."
Tobias Schwartz, Tagesspiegel, 25.10.2020

 

Aus der Begründung der Wahl zur Übersetzung des Monats:
 

"Aus ihren scharfsichtigen Gesellschaftsporträts spricht eine beeindruckende Frau, ohne deren Mut und Ausdauer Ossip Mandelstams Werk wohl größtenteils verloren gewesen wäre. Ursula Kellers präziser Übersetzung ist es zu verdanken, dass dieses wichtige Dokument einer Zeitzeugin nun auch auf Deutsch vollständig zugänglich ist und man sich Mandelstam und seiner Epoche auf eine ganz persönliche Weise nähern kann."
Hanne Wiesner, TraLaLit, 09.12.2020

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