27. November 2018

Presseschau: Viel Lob und Anerkennung erhält nicht nur die Anthologie "Die Morgendämmerung der Worte", hier die neuesten Besprechungen im Überblick

Wilfried Ihrig/Ulrich Janetzki, Die Morgendämmerung der Worte

 

"Wilfried Ihrig und Ulrich Janetzki (…) haben eine wunderbare Anthologie zusammengestellt.“
Karl-Markus Gauß, Süddeutsche Zeitung, 27.11.2018

 

"Mit "Die Morgendämmerung der Worte" liegt nun eine sehr besondere, eine kostbare Anthologie vor. (…) Die Literatur der Sinti und Roma ist uralt und jung. Sie wurde mündlich tradiert. In schriftlicher Form gibt es ihre Gesänge, ihre Gedichte erst seit etwa hundert Jahren. Auch insofern ist der "Moderne Poesie-Atlas der Sinti und Roma" eine Pioniertat. Er macht erstmals eine Landkarte der Lyrik sichtbar, die bislang unbeachtet blieb."
Angelika Overath, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.2018
 

Friedrich Luft, Über die Berliner Luft
 
"Friedrich Luft war im Rundfunk die Stimme von West-Berlin. Eine Sammlung seiner Feuilletons zeigt ihn nun als literarischen Chronisten seiner Stadt."
Mark Siemons, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.11.2018

"Seine Leidenschaft für das Kulturleben war in den Texten zu lesen und zu hören. (...) Es gäbe keine treffsichere Kritik, wusste Luft: „Aber es gibt auch hier ein sauberes Handwerk und einen Willen zur Redlichkeit und zum Wahren.“ Genau um diese Redlichkeit, die sich auch in autobiografisch geprägten Texten offenbart, dreht sich das Buch „Friedrich Luft. Über die Berliner Luft“, in dem Wilfried F. Schoeller eine lesenswerte Auswahl an Feuilletons zusammengestellt hat und im Nachwort kommentiert. (...) Er war eine Legende zu Lebzeiten ..."
Volker Blech, Berliner Morgenpost, 20.11.2018

"Es sind Beobachtungen eines Flaneurs, aber ohne den Hauch von Leichtfüßigkeit, der diesem Begriff meist anhängt. (…) Aber im Mittelpunkt der Sammlung steht die Chronik des zerbombten Berlins, stehen die Überlebenden, die sich mit verzweifeltem Mut aufrappeln. So sind Skizzen einer Geschichte des Wiederaufbaus entstanden, die das Chaos und seine schrittweise Beseitigung beim Lesen geradezu fotografisch sichtbar werden lassen. Skizzen in einer Sprache, die an die Feuilletongenies der Weimarer Zeit, an Polgar, Kerr und Ihering anknüpft, aber dennoch einen ganz eigenen Ton findet.“
Bernd Matthies, Tagesspiegel, 06.11.2018

 

"Friedrich Luft war das, was man eine Berliner Institution nennt. (...) Liest man in dem dunkelblau gebundenen Band Nummer 405 der Anderen Bibliothek, weht einen nicht nur die Gründungsgeschichte des Nachkriegsberlin an, nicht nur die Muße und Fokussiertheit eines brillanten Autors, sondern auch die immense Bedeutung, die Zeitungen, die das Feuilleton damals hatten. Die Resonanz, die Friedrich Luft auf seine Texte und Radiobeiträge bekam, ist legendär."
Petra Kohse, Frankfurter Rundschau/Berliner Zeitung, 03.11.2018


Die Andere Bibliothek

Zwei Seiten widmet Helmut Benze in der Dezember-Ausgabe des BuchMarkts unserer AB: "Eine der ersten Adressen für exzellente Geschenke an sich selbst und an andere ist Die Andere Bibliothek."
Und er empfiehlt folgende Bücher:

Alexander von Humboldt: Mein vielbewegtes Leben. Ein biographisches Porträt von Frank Holl
"Wer das in der Menschheitsgeschichte einzigartige Forscherleben des genialen Alexander von Humboldt kennenlernen und vom Lesesessel aus seine höchst wagemutigen, immer ergebnisreichen Expeditionen begleiten möchte, kann sich in der bibliophilen Prachtausgabe "Mein vielbewegtes Leben" Seite für Seite fesseln und überraschen lassen."

Michel de Montaigne: Essais
"Wer aus zeitlos gültigen Lebensweisheiten eines der bedeutendsten Geister der Spätrenaissance Anregungen, Ratschläge, beste Unterhaltung und beiläufig gründliche Einsichten in Menschenkunde gewinnen möchte, wird Montaignes "ESSAIS" in der kongenialen Übersetzung Hans Stiletts nicht mehr aus der Hand legen – es sei denn als fulminantes Geschenk."

Hazel Rosenstrauch: Wahlverwandt und ebenbürtig. Caroline und Wilhelm von Humboldt
"Wen einzigartige Liebes- und Familiengeschichten ansprechen, wird "Wahlverwandt und ebenbürtig" mit Genuss lesen und tiefe Einblicke in die wohl unvergleichliche Ehe von Caroline und Wilhelm von Humboldt gewinnen und Anregungen für sein Familien- und Liebesleben ernten."
 

Apuleius, Metamorphosen oder Der goldne Esel
 
Auf Radio SRF 2 gab es ein interessantes und unterhaltsames Gespräch über den Band mit Stefan Stirnemann am 15.11.2018, hier ist es nachzuhören.

 


Iso Camartin, Die Kunst des Lobens

"Der Literaturprofessor und Homme de Lettres Iso Camartin hat mehr als vierzig Laudationes, Liebeserklärungen, Geburtstagsansprachen und Nachrufe gesammelt, die Lust machen, sich wieder einmal dieser altehrwürdigen, nützlichen und schönen Kunst zu befleißigen."
Olaf Schmidt, Kreuzer, 12-2018
 

 

Moische Kulbak, Die Selmenianer

"Mit Witz und Komik schildert Kulbak, wie das neue Leben in die traditionelle Schtetl-Welt bricht. Er zeigt es als Generationenkonflikt. (…) Bei aller Melancholie über die Auflösung der Traditionen erzählt der erste Teil in für die Zeit typischer Weise vom Aufbau des Sozialismus und vom Konflikt zwischen Altem und Neuem. Kulbak beschreibt schnurrig die neuen Errungenschaften: die Modernisierung des Lebens mit Elektrizität, Radio, Kino, die neuen Häusern und Fabriken. Er zeigt dabei beide Seiten, die Jungen und die Alten, mit Ironie und Sympathie.“
Thomas Möbius, neues deutschland, 21.11.18

"Moische Kulbak erzählt vergnüglich, anrührend, wehmütig und auch spöttisch die Geschichte einer Familie im Spannungsfeld zwischen jüdischer Tradition und „Sowjetmacht plus Elektrifizierung“, wie Lenin das kommunistische Experiment nannte. Der Roman Die Selmenianer lässt eine vergangene und vernichtete Welt vor unserem geistigen Auge auferstehen: ein buntes Panorama in klassischer jiddischer Erzähltradition – ein Lesevergnügen."
Jim Tobias, HaGalil, 10.11.2018




 


 



 

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Die Morgendämmerung der Worte

Nach den Berlinerischen Gedichten: die nächste editorische Pionierleistung
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Die Morgendämmerung der Worte
42,00 EUR
08.2018
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