09. Mai 2018

Presseschau: Die neuesten Besprechungen im Überblick

Apuleius, Metamorphosen oder Der goldne Esel

"Die 1984 von Hans Magnus Enzensberger gegründete Andere Bibliothek feiert nun ihr Jubiläum mit einer Neuausgabe dieses einzigen, vollständig erhaltenen Romans aus der Antike. „Metamorphosen oder Der goldne Esel“ ist die 400. Veröffentlichung der Buchreihe. (...) Der Roman ist Parodie, Komödie und Burleske in einem - vor allem in den eingefügten Erzählungen über Ehebruch und Eifersucht, Verbrechen und Mord, Untreue und Magie. (...) Wer auf „sex and crime“ steht, sollte den mehr als 1800 Jahre alten Roman unbedingt zur Hand nehmen. Bis heute haben die „Metamorphosen“ nichts von ihrem Unterhaltungswert verloren."
Sebastian Fischer, dpa, 01.05.2018

""Merke auf, es wird zu lachen geben.“ Das verspricht der Erzähler in Apuleius’ "Metamorphosen oder Der goldene Esel“ gleich zu Beginn, und er verspricht nicht zu viel. (...) Die große Kunst des um 123 im Gebiet des heutigen Algeriens geborenen Schriftsteller-Philosophen Apuleius aber besteht darin, dass er die lineare Handlungsstruktur um den Protagonisten ständig unterwandert und ein abschweifendes, parodistisches und durchweg faszinierendes Vexierspiel betreibt, das an geistesverwandte Autoren wie Laurence Sterne, Jan Potocki, Jean Paul, Thomas Mann oder heute Thomas Pynchon erinnert."
Tobias Schwartz, Tagesspiegel, 29.04.2018

 

 "Eines der vergnüglichsten und vielschichtigsten Bücher der Weltliteratur ist hier anzuzeigen: Apuleius hat im zweiten nachchristlichen Jahrhundert die auch unter dem Titel «Asinus Aureus» bekannten «Metamorphosen» verfasst, den einzigen vollständig überlieferten lateinischen Roman der Antike. (...) Die Edition bringt die klassische Übersetzung von August Rode (1783) in der Bearbeitung von Wilhelm Haupt (1963). Durchgesehen wurde diese Fassung vom Schweizer Philologen Stefan Stirnemann, der auch eine substanzielle, erzgescheite Einleitung von fast 50 Seiten beigesteuert hat. Man kann dieses Hauptwerk von Apuleius als komplexes philosophisches Werk lesen oder als lebensprallen Schmöker - beides macht grosse Freude."
Manfred Papst, NZZ am Sonntag, 14.04.2018

 

Ein sehr interessantes und ausführliches Porträt voll des Lobs zum Jubiläum der Anderen Bibliothek wurde am 29.04. im Kulturjournal auf Bayern 2 gesendet, hier ist es nachzuhören (ab 1:02 beginnt der Beitrag).


Marcel Proust, Das Flimmern des Herzens

"700 Seiten in einer edlen und klug kommentierten Ausgabe. Für Verehrer ein unbedingtes Muss. Für die, die neugierig auf die Entstehung von Literatur sind, eine einmalige Gelegenheit, Stufen eines Werks zu verfolgen. Für alle anderen eine Chance, sich doch noch an Proust heranzuwagen."
Erhard Schütz, Das Magazin, Mai 2018



Ricarda Huch, Die Romantik

"Ein alter, so gut wie vergessener Band einer fast vergessenen Autorin, beinah hundertzwanzig Jahre alt und noch immer ein Juwel, feiert in der Anderen Bibliothek seine glanzvolle Wiederkehr. (...) Hier ist ein Buch, das von seiner Frische nichts verloren hat."
Klaus Bellin, neues deutschland, 07.05.2018

"Brillant belesen und von unschlagbarer Wissensparathaltung spinnt Huch Seite um Seite einen äußerst persönlichen Faden um den Beginn, die Blütezeit und den Niedergang dieser bedeutenden Epoche. (...) Schön, dass es in neuer Aufmachung glänzen darf."
Jonis Hartmann, Fixpoetry, 07.04.2018

 


Moische Kulbak, Die Selmenianer

"Radio, Strom, Weltkrieg, Oktoberrevolution: Mit Macht bricht die Moderne ein in die traditionelle Welt einer jüdischen Großfamilie in Minsk, die sich im Konflikt zwischen Modernisierungsverweigerung und Fortschrittsglauben behaupten muss. "Die Selmenianer" von Moische Kulbak ist ein tragik-komisches Epochenpanorama."
Uli Hufen, Deutschlandfunk – Büchermarkt, 10.04.2018

"Die Übersetzung von Niki Graça und Esther Alexander-Ihme kann man gar nicht genug loben. Sie bringen sowohl Kulbaks Sinn für das Groteske bravourös zur Geltung als auch seine poetische Ader."
Judith Leister, SR 2 – Bücherlese, 11.04.2018


Theodore Dreiser, Sister Carrie

 

"Es geht um Theodore Dreisers Sister Carrie, das vom Verlag “Die andere Bibliothek” in einer traumhaften Ausgabe mit Schuber neu herausgegeben wurde. Eine echte Perle! Tolles Papier, passende Illustrationen in bestechendem rot und der hübsche Schuber machen das Buch optisch schon zu einem absoluten Highlight. (...) Wie schon geschrieben, ist Dreiser einer der großen Vertreter des amerikanischen Naturalismus. Das merkt man gleich zu Beginn der Geschichte an seinen ausgedehnten Schilderungen über das Leben in der Großstadt. Gerade im ersten Drittel des Buches wird ausführlich geschildert, wie Carrie in Chicago ankommt, sich dort einfindet und auf Arbeitssuche begibt. Hier bekommen wir als Leser einen ganz genauen Eindruck, wie das Leben damals ausgesehen hat und können in Ruhe unser Kopfkino entfalten."
Britta Berger, Buchlingreport - Lesetipp des Monats, 01.04.2018

 

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