26. April 2018

Die neue Vorschau ist online! Unser Programm von September 2018 bis Februar 2019

Reisen Sie mit Jules Verne auf dem Amazonas, mit Daniel Defoe auf den Mond, mit Carsten Niebuhr durch Arabien und mit Lothar Müller ins Unbewusste.
Zeitgeschichte literarisch entdecken können Sie mit Friedrich Luft in Berlin und mit Arnold Höllriegel im Sudan.
Und große französische Literatur gibt es bei Jean Giono und Denis Diderot zu bestaunen.

Hier können Sie in unserer Herbstvorschau stöbern, eine Titel-Übersicht finden Sie im Folgenden.

 

Originalausgaben - nummeriert und limitiert

Friedrich Luft: Über die Berliner Luft. Feuilletons

Die Trümmerlandschaft in Berlin – das war die Umwelt, in der Friedrich Luft nach Kriegsende seine publizistische Arbeit in Tageszeitungen und im Rundfunk begann. Empathisch und ungekünstelt im Still schildert er die Gewohnheiten und Alltagserscheinungen nach der Katastrophe, im Wiederaufbau und während der Teilung. Sichtbar wird das Leben in einer Stadt im steten Wandel, seine Feuilletons bieten ein zeitgeschichtliches Panorama.
Erscheint September 2018 – Band 405

 
Jules Verne: Die Jangada. 800 Meilen auf dem Amazonas
Durchsicht der ersten deutschen Ausgabe (1882) von Christian Döring, mit allen Illustrationen der Originalfassung

Joam Garral ist Plantagenbesitzer und Kapitän des Floßes Jangada, auf dem Platz für sein ganzes Gut ist. Fälschlich als Diamantenräuber zum Tode verurteilt, macht er sich auf die Reise von Peru am Oberlauf des Amazonas nach Brasilien an dessen Meeresmündung, um den Heiratswunsch seiner Tochter zu ermöglichen und sich vor Gericht zu rehabilitieren. Ein Abenteuerroman, Krimi und faszinierender Reisebericht zugleich von Jules Verne.
Erscheint Oktober 2018 — Band 406

 
Daniel Defoe: Der Consolidator oder Erinnerungen an allerlei Vorgänge aus der Welt des Mondes
Übersetzt, mit Anmerkungen und einem Nachwort von Rolf Schönlau

Defoe will endlich die lunare Welt bereisen: Mit der Raumfähre „Consolidator“ fliegt er zum Mond, wo ihm ein Reiseführer spektakuläre Erfindungen zeigt. Eine davon ist ein „Devilscope“, mit dem man die Erdendinge nicht nur detailliert beobachten kann, auch unsichtbare Phänomene macht es sichtbar. Defoe hält vom Mond aus der Erde einen Spiegel vor – „Der Consolidator“ ist satirische Aufklärung in einem Europa des Absolutismus.
Erscheint November 2018 — Band 407

 
Jean Giono: Ein Mensch allein

Neu aus dem Französischen übersetzt von Caroline Vollmann, mit einem Nachwort von Wolfgang Matz
Capitaine Langlois, ein ehemaliger Kolonialsoldaten, sucht in einem Bergdorf mit sechs Gendarmen einen Mörder. Er stellt ihn, spricht das Urteil ohne Gericht – und vollzieht es. Dann nimmt er seinen Abschied. Doch er kehrt zurück als Major des Wolfsjagdkorps. In dieser einsamen Bergwelt wird Langlois, von dessen Leben in einem vielstimmigen Bericht erzählt wird, zur faszinierenden Gestalt. Seine Deutung aber überlässt uns Jean Giono.
Erscheint Dezember 2018 — Band 408
 

Arnold Höllriegel: Die Derwischtrommel. Das Leben des erwarteten Mahdi
Zusammengestellt, mit Anmerkungen und einem Nachwort von Florian Krobb
Arnold Höllriegels Bericht vom Mahdi-Aufstand und der Errichtung eines islamischen Staates im Sudan der 1880er Jahre erinnert in vielem an unsere Gegenwart. Seine literarische Auseinandersetzung mit dem Mahdi – mit dem Phänomen von Massenhysterie, Fanatismus und autokratischem Führertum – von 1931 ist überraschend modern erzählt. Anhand von Augenzeugenberichten zeigt er verschiedene Sichtweisen auf das Geschehen.
Erscheint Januar 2019 — Band 409

 
Lothar Müller: Freuds Dinge. Von Apollokerzen bis Zylinder

Das Unbewusste von Freuds Patienten war bevölkert mit den Requisiten des bürgerlichen Alltags und Interieurs. So sind Freuds Schriften nicht nur eine Aufdeckung des Verdrängten oder Verdichteten, sondern zugleich ein Kompendium der Dingwelt des 19. Jahrhunderts, vom Regenschirm bis zu den Schreibgeräten. Das Unheimliche und das Harmlose begegnen sich an dieser Schnittstelle. Lothar Müller blättert das Kompendium auf: von A bis Z.
Erscheint Februar 2019 — Band 410
 

Folioband

Carsten Niebuhr: Reisebeschreibung nach Arabien und andern umliegenden Ländern
Mit Anmerkungen und einem Nachwort von Frank Trende, mit allen Kupferstichen aus den Originalbänden
Es war eine Forschungsreise, die Epoche machte und ihre Teilnehmer das Leben kostete – Carsten Niebuhr überlebte sie als Einziger. In seiner „Reisebeschreibung“ berichtet er von der ersten Expeditionsreise (1761-1767) in das damals nahezu unbekannte Jemen, die ihn um die halbe Welt führte. Voller kartografischer, astronomischer und völkerkundlicher Beobachtungen wird dieser Folioband reich illustriert mit den Original-Kupferstichen.
Erscheint Oktober 2018

 
Großes Buch im kleinen Format

Denis Diderot: Dies ist keine Erzählung. Aufklärerische Geschichten
Als einer der großen Aufklärer ist er uns bekannt, doch als plaudernder Erzähler verstand er es auch, anschaulich von dem zu erzählen, was sich in den oft verzwickten Beziehungen der Menschen abspielt: ob zwischen Mann und Frau oder im schwierigen Verhältnis des Mannes zu seinem Schlafrock. Sein Aufklärungswerk setzte er in den Geschichten fort, eine Auswahl seiner denkwürdigsten Erzählungen versammeln wir in diesem Band.
Erscheint September 2018
 
 
Extradrucke

 

Ernst Troeltsch: Die Fehlgeburt einer Republik. Spektator in Berlin 1918–1922
Zusammengestellt und mit einem Nachwort von Johann Hinrich Clausen, überarbeitete Ausgabe
Ernst Troeltsch hat von 1918 bis 1922 unter dem Pseudonym »Spectator« in der Kulturzeitschrift »Der Kunstwart« veröffentlicht. Seine Texte führen uns mitten hinein in eine zerrissene Zeit und lassen uns an den Aufregungen der Weimarer Republik teilhaben. Und sie zeigen ganz unmittelbar, was für ein hohes Gut die Demokratie ist. Seine präzise Diagnose einer Gesellschaft in der Krise ist heute wieder aktuell.
Erscheint Oktober 2018 - Extradruck von Band 109 der Originalausgaben
 
 
Jack El-Hai: Der Nazi und der Psychiater
Aus dem Amerikanischen von Henriette Heise
Der Wissenschaftsjournalist Jack El-Hai erzählt von der Begegnung des Militärpsychiaters Douglas M. Kelley mit der Elite des Naziregimes. In Vorbereitung auf die „Nürnberger Prozesse“ untersuchten amerikanische Ärzte die inhaftierten Nazigrößen auf ihre psychische Verfassung. Douglas M. Kelley war von Hermann Göring fasziniert und sah für sich die einzigartige Chance, die „Nazi-Psyche“, das „Böse im Menschen“ zu erforschen.
Erscheint September 2018 - Extradruck von Band 357 der Originalausgaben
 

 

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