04. Dezember 2017

Große Freude: "Manette Salomon" auf der SWR-Bestenliste, ein Preis für Stefan Zweifel, Besprechungen in der Süddeutschen Zeitung, auf WDR 3, Ö1 und mehr

Der Roman "Manette Salomon" von Edmond & Jules de Goncourt wurde auf die SWR-Bestenliste für den Monat Dezember gewählt:

 

"Ein Künstlerroman, der sich zu einem faszinierenden Sittengemälde verdichtet. Die Brüder Goncourt, Edmond und Jules, gehörten zu den scharfzüngigsten Kunst- und Kulturkritikern ihrer Epoche.(...) In Manette Salomon erzählen sie als intime Kenner der Kunstszene und zeitgenössischen Gesellschaft die Geschichte von fünf Malern, die an ihren Karrieren schmieden."

Lothar Müller hat die Literaturbeilage der Süddeutschen Zeitung mit einer großen Besprechung von "Manette Salomon" eröffnet:

„Es hat 150 Jahre bis zur ersten deutschen Übersetzung gedauert, die Caroline Vollmann stilsicher für die "Andere Bibliothek" erstellt hat. Wer diesen Roman liest, gerät in eine flirrende Kunstwelt der Aufschwünge und Abstürze, in einen Malerroman im Zeitalter der Industrialisierung und Entfaltung des modernen Kunstmarkts, begegnet Künstlern, die sich mit der noch jungen Lithografie über Wasser halten und auf der Pariser Weltausstellung 1855 ausstellen, begegnet Modellen, die auf ihren Visitenkarten mit Nacktfotos von sich selber werben.“

Ebenfalls in der Literaturbeilage der Süddeutschen Zeitung schreibt Volker Breidecker über Stefan Zweigs "Erasmus von Rotterdam & Montaigne":

„Beide Essays, der bekanntere über den Humanisten Erasmus von Rotterdam, und der bislang kaum greifbare über Michel de Montaigne, der als Zweigs persönliches Vermächtnis anzusehen ist, sind jetzt in einem Band vereint. In der Doppelspiegelung mit zwei Bannerträgern eines humanen Geists, die im Abstand fast eines Jahrhunderts in die Abgründe ihrer Zeit blickten und doch standhielten, wird auch für Zweig die katastrophale Zeitspanne auslotbar, die beide Essays voneinander trennt.“

 

Die Neue Zürcher Zeitung hat bereits einen Vorabdruck aus Marcel Prousts "Das Flimmern des Herzens" veröffentlicht, nun porträtiert Katja Baigger dessen Übersetzer Stefan Zweifel: 

"Darin lässt sich die ursprüngliche Variante des Werks entdecken und die Entwicklung bis zur endgültigen Fassung verfolgen, was einem Sprung vom Symbolismus in die literarische Moderne gleichkommt. Die Neuübersetzung war ein komplexes Unterfangen, gleichen die Fahnen doch einem Labyrinth an Varianten von «Satzkathedralen», wie Zweifel sie nennt. (...) Wer Stefan Zweifel zuhört, will sofort Proust lesen. Kein Wunder, erhält er am Donnerstag im Kaufleuten die Auszeichnung für besondere kulturelle Verdienste der Stadt Zürich. Der vielfach Preisgekrönte verfügt nämlich über jene Eigenschaften, die ein erfolgreicher Kulturvermittler braucht. Dazu zählen, wie der Stadtrat schreibt, zum Beispiel Mut, Beharrlichkeit, Originalität und die Fähigkeit, andere zu begeistern. Da kann man nur zustimmen."

 

Kurt Darsow lobt in der Sendung Mosaik auf WDR 3 Theodore Dreisers "Sister Carrie":


""Sister Carrie" ist eben nicht nur ein minutiös recherchierter Großstadtroman, der das urbane Leben in allen Höhen und Tiefen durchleuchtet, sondern auch ein soziologisches Lehrstück. (…) Heute gilt der Roman als Meilenstein der amerikanischen Moderne. Eine ganze Schule des Realismus von John O’Hara und Sloan Wilson bis Richard Ford und Jonathan Franzen kann sich auf Dreisers literarischen Befreiungsschlag berufen. Die Andere Bibliothek präsentiert "Sister Carrie" nicht nur erstmals in der originalen Fassung; sie macht das formal konventionelle, aber inhaltlich kühne Werk durch Susann Urbans wasserklare Übersetzung für deutsche Leserinnen und Leser überhaupt erst lesbar.“

 

Auch Sven Ahnert zeigt sich in Ex libris auf Ö1 vom ORF begeistert:

 

"Dreisers "Sister Carrie" ist ein großer mitreißender Schmachtfetzen, der nicht durch poetische Qualitäten glänzt, sondern mit dem Blick des Reporters besticht, der fatalistisch das mechanisierte Amerika auf der Schwelle zur Moderne ungefiltert in Augenschein nimmt.  Carries Aufstieg zum Star Carrie Madenda und Hurstwoods Niedergang werden in ihrer rasanten Gegenbewegung zur Kehrseite des amerikanischen Traums.: "Sister Carrie" ist eine amerikanische Tragödie, banal, ergreifend, erbarmungslos: Eine Art Balzac-Roman im Kinogewand.“

 

Klaus Walther schwärmt von Alexander von Humboldts "Mein vielbewegtes Leben" in der Freien Presse:

 

„Frank Holl bietet in seinem Buch zahlreiche Zitate dieses „vielbewegten Lebens“, und so erlebt man auf fast vierhundert Folioseiten die Abenteuer und Entdeckungen Humboldts. Man begegnet ihm nicht nur in den fernen Ländereien Amerikas oder Russlands, sondern auch als Autor, der seine Erfahrungen, seine Erkenntnisse niederschreibt. (…) Wer also wissen will, wie sich Geschichte und Wissenschaft entwickelt haben, wie sie von einem großen Forscher erkannt und beschrieben wurden, der hat mit Frank Holls Band ein großartiges Bilder- und Lesebuch dieses Mannes, der Wissen und Welt auf neue Weise sichtbar und erlebbar machte.“



 

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Buch zur News:

Edmond & Jules de Goncourt

Manette Salomon

Opulente Beschreibungskunst in einem Künstlerroman aus dem 19. Jahrhundert – erstmals ins Deutsche übersetzt
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Manette Salomon
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