16. Juni 2021 10:00 Uhr

Interview mit der Übersetzerin und Preisträgerin Timea Tankó 

Die Gewinnerin des diesjährigen Preises der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Übersetzung, Timea Tankó, hat dem Magazin für übersetzte Literatur TraLaLit ein ausführliches Interview zu ihrer Arbeit an Miklós Szentkuthys Buch Apropos Casanova gegeben.

 

»Ich habe den Eindruck, als wäre Szentkuthy selbst immer ein wenig auf der Flucht vor der Flut seiner eigenen Gedanken, was ihn – und mich – dazu treibt, in der Sprache nach Nischen zu suchen, in denen man ein wenig zur Ruhe kommen kann. Das sind die Momente, in denen aus dem großen bunten Rauschen plötzlich ganz klare Bilder und Formulierungen hervortreten. Sprache als Rettung, könnte man sagen.«

 

So beschreibt sie die Besonderheiten beim Übersetzen eines Werkes wie dem von Miklós Szentkuthy mit seiner assoziativen Schreibweise und Erzählform. Und auch so: »Ich erinnere mich, es einmal so beschrieben zu haben, dass ich abends meist das Gefühl hatte, den Tag an einem Ort verbracht zu haben, der eine seltsame Mischung aus Bergwerk und Tanzsaal war.«

 

Ihr Anspruch an die eigene Arbeit ist hoch, auf die Frage nach ihrem Ziel beim Übersetzen antwortet sie: »Einen Text auf Deutsch zu erschaffen, der in seiner Textur und Temperatur, Farbigkeit, Leuchtkraft, aber auch den Brüchen, dem Ungesagten, dem Original entspricht. Große Worte, ich weiß, aber darauf muss man gefasst sein, wenn man eine so große Frage stellt.«

 

Sie betont, dass die Unterstützung durch mutige Verlage und Lektor:innen wichtig ist, um junge Übersetzer:innen zu fördern, wie es auch bei ihr der Fall war. Lesen Sie das gesamte Interview bei TraLaLit!

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Buch zur News:

Miklós Szentkuthy

Apropos Casanova

»Hier ist ein wirklich amusabler, ein sehr wacher, sensitiver, empfänglicher Geist, der im höchsten Sinne Spaß versteht.&l ...
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Apropos Casanova
44,00 EUR
08.2020
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