14. Mai 2020

Presseschau: Albert Londres: Afrika, in Ketten in der FAZ und Bettina von Arnims Letzte Liebe im Rezensionsforum literaturkritik.de

Albert Londres: Afrika, in Ketten

"Londres war eine Art subversiver Genremaler, illusionslos bis an die Grenzen des Zynismus, die er nur selten überschritt. Aus dem Lokalkolorit, dem Pittoresken und der Exotik Afrikas schälte er das Ungeheuerliche und Abstoßende des Kolonialwesens heraus wie den stinkenden, verfaulten Kern aus einer üppigen Frucht. (...) Der Reporter ist ein Sammler von Schicksalen." Hubert Spiegel, FAZ, 14.05.2020


Bettina von Arnim: Letzte Liebe

In der Mai-Ausgabe des Rezensionsforums literaturkritik.de bespricht Bettina Johl den Brief-Roman Letzte Liebe in einem Essay:

"(Der Briefwechsel)... gilt zu Recht als literarische Ausnahmeerscheinung und ist neben seiner Bedeutung als Zeitdokument der Jahre des deutschen Vormärz ein wichtiges Zeugnis vom Leben, Denken und Schaffen Bettines in reiferen Jahren, zumal uns hier ihre Briefe in nahezu unbearbeiteter Form begegnen und somit ein unverfälschtes Licht auf ihre Persönlichkeit und ihre Lebensumstände werfen. Und wir stellen fest, dass wir in ihnen dennoch die vertraute Bettine erkennen, die uns auch in ihren selbst edierten Briefen entgegentritt. Denn sie trägt stets ihr Herz vor sich her; alles, was sie bewegt, entspringt ihrem reichen Innenleben, anders kann sie nicht. Und auch dort, wo sie etwas literarisch aufbereitet, wo sie erfindet und hinzufügt oder verschweigt und auslässt, wo sie träumt, phantasiert oder fabuliert, bleibt sie immer doch vor allem eines: Sie selbst." Bettina Johl, literaturkritik.de, 04.05.2020

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Buch zur News:

Albert Londres

Afrika, in Ketten

Die Geschichte des Kolonialismus in Afrika holt uns immer wieder ein: in Gestalt von Flucht und Migration oder im Streit um die Rückgabe von ...
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Afrika, in Ketten
44,00 EUR
04.2020
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