Marcello Fois
Zwischen den Zeiten

Fois, Marcello

Zwischen den Zeiten

Übersetzt aus dem Italienischen von Monika Lustig

»Ja, er hatte bestens verstanden. Doch was er nicht wissen konnte – und es war auch nicht nötig, ihm das zu erklären – war die Tatsache, dass der Name Vincenzo und der Familienname Chironi zum allerersten Mal in einem Atemzug aus dem Mund ihres Trägers gekommen waren.«

Sardinien im Oktober 1943. Vincenzo Chironi lebt Zwischen den Zeiten: Er ist auf der Suche nach seiner Vergangenheit und einer Zukunft.

Aufgewachsen ist er in einem Waisenhaus in Triest. Viele Jahre war er der Sohn von niemand. Nun hat er wieder einen Namen und ist auf dem beschwerlichen Weg nach Núoro, zu seiner Vaterfamilie, in seine sardische Heimat – die für ihn noch keine ist. Im Haus der Chironi leben noch der Großvater, der ehemalige Meisterschmied Michele Angelo, dem nach allen Tragödien nur die Tochter geblieben ist. Alles wirkt wie eine Wiedergutmachung, schicksalhaftes Wunder in diesem fluchhaften Familienepos: Der Neffe ist zurückgekehrt. Er wird in einem Sardinien, wo alles Archaische der Insel den neuen bürgerlichen Zeiten begegnet, die Geschichte des Geschlechts der Chironi weiterschreiben können.

»Ein Buch, das ein ergreifendes Schicksal näherbringt, ein Leben zwischen dem Archaischen der Insel und den neuen bürgerlichen Zeiten.« Marinus Pütz, Italien Magazin, Ausgabe Nr. 3/2014

»Fois gelingt ein fesselndes Gemälde seiner Insel ... Die Verknüpfung von Archaischem und Zeitgenössischen wirkt vitalisierend. Marcello Fois macht aus Sardinien einen gleissenden Ort der Gegenwart.« Maike Albath, Neue Zürcher Zeitung vom 08.10.2014

»Bezwingend geschrieben, schön aufgemacht mit Illustrationen.« Renate Stephan, ekz bibliotheksservice, Lektoratsdienste, 01.09.2914

»Fois gelingt ein fesselndes Gemälde seiner Insel. Sein epischer Tonfall und die bildhafte Erzählweise passen sowohl zur Landschaft als auch zum Sujet.« Maike Albath, Deutschlandradio Kultur Lesart, 04.07.2014

»Unmittelbar anrührend ... gerät die Schilderung des Todes von Michele Angelo« Badische Neueste Nachrichten vom 03.06.2014

»Das Auftreten dieses sardischen kleinen Mannes ist voller Witz, er ist lebendig und zugewandt ... Und man hört ihm gern zu.« Badisches Tagblatt vom 03.06.2014

Marcello Fois hat von Sardinien in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts schon in seinem Roman Die schöne Mercede und der Meisterschmied (Die Andere Bibliothek Band 318) erzählt. Seine poetische Sprachwucht macht ihn zum eigensinnigsten Romancier der Geschichte Sardiniens. Geboren 1960 in Núoro, lebt er heute in Bologna.

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