Marc Schweska
Zur letzten Instanz

Schweska, Marc

Zur letzten Instanz

Roman

»Zur letzten Instanz«: Eine Ostberliner Geschichte von beflügelnden Verheißungen und schwärmerischen Versprechungen, von hochfliegenden und betonierten Träumen unterm Fernsehturm am Alexanderplatz.
»Zur letzten Instanz« erzählt von der Entwicklung von Computern im Kalten Krieg zwischen Ost und West, von der einstigen Technischen Intelligenz, die erst für Hitler Wunderwaffen entwickeln wollte und dann in den Diensten der USA stand oder Visionen für den Sozialismus entwarf. So ist noch nie über die Geschichte der DDR erzählt worden. Pircks senior und Pircks junior stehen in »Zur letzten Instanz« für die Generationen: Der Jüngere lernt das kybernetische Utopolis der Aufbaugeneration nur noch als Computerprogramm der Stasi kennen, als Kultur der Kontrolle. Dieser Lemania Pircks, genannt Lem, wird zu einem avantgardistischen Ostwilden von ganz eigener Lässigkeit zwischen Klubs und Kunst, Musik und Theater, den Frauen – und dem Computer.
Gelehrt und gewitzt, komisch und ironisch, eine unerhörte Ostberliner Geschichte von Informatikfreaks – von: DDR-Nerds.

»Leicht überspitzt ließe sich sagen, dass Schweska in seinem Debüt das Rauschen zum ästhetischen Programm kapriziert: Neben einem dialogischen Abriss zur Geschichte der DDR-Kybernetik stehen Auslassungen über Ulrich Müthers Schalenbauarchitektur, eine kurze Kulturgeschichte der Prenzlauer Türnachrichtenkommunikation, russische Lyrik samt Interpretationsansätzen sowie Einblicke in die Berliner Bunkerwelten. Alles lose nebeneinander, volatil, mit einigen Referenzen dürftig zusammengenagelt. Fast möchte man von einem postmodernen Roman sprechen. Wegen des inzwischen leicht fauligen Atems dieser Bezeichnung feiern wir Schweska lieber als erste Instanz eines postsozialistischen Realästhetizismus. Hört die Signale!« Pony, Oktober 2011

"... eine in rasanter Schnitttechnik verfasste und vielstimmige Milieustudie aus einer fremden Welt ... Schweska verfügt über Takt- und Temposicherheit und einen Tonfall aus Schnoddrigkeit und Ironie, mit dem er, buchstäblich en passant, ein anschauliches Bild des Prenzlauer Berges und Friedrichhains liefert ... Schweska ist nicht nur ein Löter, er ist auch ein Erzähler."
(Christoph Schröder, Süddeutsche Zeitung, 15. Juli 2011)

"Der glaubwürdige Sound zweier DDR-Subkulturen."
(Oskar Piegsa, Spiegel Online, 23. März 2011)

"Marc Schweskas Roman [gibt] einen guten Einblick in Subkulturen in der DDR."
(Roland Krüger, Deutschlandradio Kultur, 08. April 2011)

"schnoddrig und mit Witz"
(Roland Mischke, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, August 2011)

 

 

Marc Schweska wurde 1967 in Berlin-Mitte geboren und zum Elektroniker ausgebildet. Er studierte Romanistik und Philosophie sowie Kulturwissenschaft. Neben essayistischen, kunstkritischen und wissenschaftlichen Artikeln ist »Zur letzten Instanz« der erste Roman von Marc Schweska.
Er erhielt das Stipendium des Berliner Senats für Schriftsteller und das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste zu Berlin.

Zur letzten Instanz

Vom selben Autor

Das Kompendium der Geheimhaltung und Täuschung, der Lüge und des Betrugs, des Verrats und der Verstellungskunst

»Es gibt fünf Arten von Spionen: der ortsansässige Spion, der innere Spion, der Gegenspion, der tote Spion und der lebendige Spio ...
Mehr
Das Kompendium der Geheimhaltung und Täuschung, der Lüge und des Betrugs, des Verrats und der Verstellungskunst
38,00 EUR
erschienen: 06.2014
Originalausgaben
1 x 'Das Kompendium der Geheimhaltung und Täuschung, der Lüge und des Betrugs, des Verrats und der Verstellungskunst' bestellen Warenkorb