George Gissing
Zeilengeld

Gissing, George

Zeilengeld

Aus dem Englischen von Adele Berger

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Zeilengeld ist ein Roman über den Literaturbetrieb im viktorianischen England. Und mit einiger Überraschung stellen wir fest, daß sich die Verkehrsformen in dieser Sphäre in den hundert Jahren seit seinem Erscheinen (1891) nicht wesentlich verändert haben.
Das Buch handelt von der Industrialisierung der Literatur und von deren Konsequenzen. Gissings lebenslänglicher Kampf ums Überleben bürgt dafür, daß seine Darstellung authentisch ist. Kaltblütig und überraschend frei von Selbstmitleid stellt er die Optionen dar, mit denen sich ein Schriftsteller seiner Zeit konfrontiert sah. Zeilengeld handelt von der Schäbigkeit der Verleger, von den Winkelzügen der Kritik, von der Korruption der Zirkulationsagenten, von den Hintertreppen-Intrigen der »Schönen Literatur«, vom hemmungslosen Konkurrenzkampf der Lohnschreiber, die einander wie Skorpione in einer Flasche belauern. In seinem Buch, das selber um »Zeilengeld« geschrieben wurde, hat Gissing das Unterfutter dessen, was heute im Feuilleton »Lesekultur« heißt, schonungslos aufgerissen.