Antonius Athus
Vorlesungen über die Eßkunst

Anthus, Antonius

Vorlesungen über die Eßkunst

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Das Speisen als schöne Kunst betrachtet
Als im Jahre 1838 die zu einem Buch zusammengefassten Vorlesungen von Antonius Anthus erschienen, war damit nicht mehr und nicht weniger als das erste Buch über die Esskunst überhaupt veröffentlicht. Dass es dann ein so gleichermaßen gelehrtes, elegantes, witziges und originelles Werk war, kann nicht anders denn als Glücksfall bezeichnet werden.
Mehr noch: Anthus schreibt als einziger der Gastrosophen aus der Perspektive des Essers, der sich der vorgesetzten Speisen als würdig zu erweisen hat. Die Speisen zu verfeinern überlässt er anderen; ihm geht es darum, das Speisen zu verfeinern - denn nur dadurch kann der Mensch erhöht werden. Anthus serviert eine Kulturgeschichte des Essens, Nachrichten aus der Welt des erlesenen Geschmacks und Betrachtungen über den Kosmos der verfeinerten Genüsse. Denn: Je virtuoser der Mensch zu essen versteht, desto weniger merkt man die Absicht; je mehr man von allem zu essen versucht, desto reicher wird die eigene Welt - und man selbst.

"Die Vorlesungen Blumröders sind ein historisch interessantes Buch über eine der wesentlichen Kulturtechniken und ihre Ästhetisierung. Sie enthalten ein Fresko aller Fragen, die die Essjournalistik bis heute beschäftigen — und die zu einem beträchtlichen Teil noch immer ungelöst sind. [...] Das schöne Buch ist gleichermaßen für bibliografische und kulinarische Feinschmecker gedacht."
Die Zeit, 15. März 2007

"In einer Gegenwart, in der Sterneküche, TV-Kochshows und Rezeptbücher von vielen Menschen goutiert werden, gebührt dem Schweizer Schriftsteller Alain Claude Sulzer das Verdienst, dieses sehr geist- und kenntnisreiche Werk wieder herausgegeben zu haben. Denn Anthus hat die andere Seite des Beefsteaks im Blick — er erhebt erstmals den Nahrungsaufnehmer in den Rang eines ‚Esskünstlers’ und erklärt dessen Tun zum schönen Musenwerk."
dpa, 8. Januar 2007

"Ein höchst vergnügliches Werk voll herrlichster Äußerungen großer Geister und Esser, wovon man lange zehrt. [...] So wohlgenährt wie nach dieser Lektüre habe ich mich lange nicht gefühlt. Würdiger Restaurant-Ersatz."
Weltwoche, Gastrokritiker Julian Schütt, 3. Januar 2007

"Für jeden, der das Essen genießt, und auch gerne kocht, gehört das Buch Vorlesungen über die Esskunst unbedingt ins (Küchen-)Regal."
die zwei, Nr. 1, 27. Dezember 2006

"Willkommen in einem Zirkus der besonderen Art. Zwischen erlesenem Brot und erhabenen Spielen. Willkommen in der Arena der appetitlichen Anregungen. Auf einem Jahrmarkt der essbaren Eitelkeiten. Und bei ihrem deutschen Propheten. Denn von Formen der angewandten Gourmandise kündet vor allen anderen halbgaren Kochratgebern das Werk des Gustav B. Blumröder, der sich als Feinschmecker Antonius Anthus nannte. [...] auch intellektuell sehr sättigend [...] Anthus’ typologische Theorie der Verdauung beeindruckt auch deshalb so sehr, weil seine Kulinarik den anstrengenden Typus des angestrengten Genießers antizipiert, der nicht ist, was es isst, sondern weihevoll bis albern mit dem Essen spielt. Antonius Anthus dagegen unterhält ein sinnliches und unprätentiöses Verhältnis mit dem Essen — und gerade darum prächtig. Lektüre, die mundet."
Die Welt, 20. Januar 2007

"Das ist eine lohnende Wiederentdeckung [...] ein ebenso witziges wie kurioses Buch [...] Blumröder führt uns ein in die Kunst, Essen ernst und leicht zugleich zu nehmen. [...] Sein Buch ist eine Art sehr hohe Vorstufe zu all den Koch-Shows, die heute jeden Fernsehsender füllen."
Nürnberger Nachrichten, 14. Dezember 2006

"Sein Werk [...] lässt sich sowohl als eine Kulturgeschichte des Essens als auch als eine witzige wie auch äußerst scharfsinnig-kenntnisreiche Abhandlung über Genuss und guten Geschmack lesen."
Frankfurter Rundschau, Magazin, 13. Januar 2007

"Essen als Kunst, der Esser als Künstler — was nach zeitgeistiger Lektüre für saturierte Gourmets klingt, entpuppt sich als wahrer Leckerbissen der Küchenliteratur."
Salzburger Woche, 28. Dezember 2006

"ein ebenso gelehrtes wie elegantes, witziges und originelles Werk"
Main Post, 28. Dezember 2006

"humorvoll und elegant"
Dresdner Morgenpost, 17. Januar 2007