Rudi Palla
Verschwundene Arbeit

Palla, Rudi

Verschwundene Arbeit

Ein Thesaurus der untergegangenen Berufe

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Als es noch keine Arbeitslosen gab.
Was ein Schopper ist, ein Sliemer, Schorrer, Pfaidler, Fragner - das wüßten wohl die wenigsten auf Anhieb zu sagen. Womit waren diese Leute beschäftigt?
Die meisten unserer Vorfahren haben ihr Leben lang Tätigkeiten ausgeübt, von denen wir nichts mehr wissen. Die rapide Veränderung der Arbeitswelt hat Hunderte von ausgestorbenen Berufen hinterlassen. Wieviel hochspezialisiertes Können damit verlorengegangen ist, läßt sich kaum ermessen.
In Rudi Pallas Werk steht eine ganze Welt vor unseren Augen auf: vor allem das Mittelalter und die frühe Neuzeit, mit ihren Plagen und ihren Künsten, ihren Werkzeugen und ihren Bräuchen. Nicht nur die Handwerkszünfte sind berücksichtigt, auch untergegangene Dienstleistungen und Gewerbe wie die des Herolds, des Lumpensammlers und des Schinders werden geschildert. Manche von ihnen werden bloß knapp verzeichnet und erläutert, von anderen wird in längeren Essays erzählt, die insgesamt eine reich facettierte, detailreiche Kulturgeschichte ergeben. Entstanden ist damit nicht nur ein unentbehrliches Nachschlagewerk, sondern auch ein anregendes und amüsantes Lesebuch, das zum Weiterblättern und Weiterlesen verführt.
Kleine, lexikalische Illustrationen nach alten Vorlagen zeigen Werkzeuge und Geräte, die ebenfalls in Vergessenheit geraten sind. Ein Index erschließt die Fülle der Berufsbezeichnungen, unter denen mancher seinen Familiennamen wiederfinden wird, von dem er vielleicht gar nicht geahnt hätte, was er bedeutet und was sich hinter ihm verbirgt.

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27,50 EUR
erschienen: 01.1997
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