Peter Fleming
Tataren-Nachrichten

Fleming, Peter

Tataren-Nachrichten

Ein Spaziergang von Peking nach Kaschmir

Aus dem Englischen von Reinhard Kaiser

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Im Februar 1935 brach ein junger Engländer zu einer Reise auf, die ihn von Peking durch die Wüsten und Sümpfe von Sinkiang und über die verschneiten Pässe des Pamir bis ins damals noch britische Kaschmir führen sollte. Begleitet von einer mutigen Frau - natürlich im strikten Zölibat - war er fast 6000 Kilometer und sieben Monate lang unterwegs, auf asthmatischen Eisenbahnen, mit Rikschas und Lastwagen, auf dem Rücken von Maultieren und tibetanischen Ponies und notfalls zu Fuß. »Wir maßen keine Schädel und lasen keine Barometerstände ab. Wir wollten herausfinden, was in Sinkiang oder Chinesisch-Turkestan vor sich ging. Acht Jahre zuvor hatte zum ersten Mal ein Reisender diese abgelegene Provinz durchquert. Inzwischen war ein Bürgerkrieg aufgeflammt und (so hofften wir jedenfalls) wieder erloschen. Niemand kam hinein. Niemand kam heraus. Im Jahre 1935 teilten sich Sinkiang und der Gipfel des Everest das Blaue Band der Unzugänglichkeit. Außerdem wollten wir reisen, weil wir glaubten, daß es uns Spaß machen würde. Wir sollten Recht behalten». Es war ein exzentrisches Vergnügen. Die Reisenden begegneten Nomaden, Händlern, Räubern, Abenteurern, Generälen und Spionen. Ihre Strapazen ertrugen sie mit Humor, Understatement und der berühmten stiff upper lip.
Tataren-Nachrichten gilt in England als ein Klassiker der Reiseliteratur; das Buch hat seit 1936 über zwanzig Auflagen erlebt, und ein Ende seiner Popularität ist nicht abzusehen.

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erschienen: 01.1997
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