Xenophon
Sokratische Denkwürdig-keiten

Xenophon

Sokratische Denkwürdigkeiten

Herausgegeben und aus dem Griechischen übersetzt von Christoph Martin Wieland

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Philosophengeflüster aus dem alten Athen.
Xenophons Schriften über Sokrates haben in der literatur- und philosophiegeschichtlichen Diskussion der letzten 150 Jahre eine ungeheure Rolle gespielt. In Deutschland war es vor allem Wieland, der sie als glänzender Übersetzer und Kommentator bekanntgemacht hat. Seine Bearbeitung ist allerdings seit ihrer ersten Publikation im Attischen Museum (1799 bis 1802) nie wieder gedruckt worden.
Xenophons Erinnerungen an Sokrates, zu dessen Freundeskreis er ohne Zweifel gehört hat, bezaubern durch ihre Intimität und Frische, auch wenn die Forschung längst erkannt hat, dass man sie nicht für bare Münze nehmen darf. Zuweilen respektlos bis zur Karikatur, lassen sie die hohen Geister jedenfalls recht lebendig werden.Wer lebt angenehmer, die Regierenden oder die Regierten? Ist der Philosoph nicht der größte Meister in der Kunst, wie ein armer Teufel zu leben? Worauf soll ein Mann stolz sein, auf seine Schönheit, seinen Witz, seine Armut? Am Ende dieses ausgelassenen Streits rühmt Sokrates sich nicht etwa seiner Weisheit, sondern seiner Kupplerkünste.