Theodore Dreiser
Sister Carrie

Theodore Dreiser

Sister Carrie

Sister Carrie ist ein Klassiker, der an der Schwelle einer neuen Epoche stand, am Beginn des »amerikanischen Jahrhunderts« – jetzt können wir Theodore Dreisers Roman aus dem Jahr 1900 erstmals aus der ungekürzten Urfassung übersetzt lesen.

Carrie Meeber, eine junge Frau aus Indiana, steigt 1889 in den Zug nach Chicago. Ihr persönlicher »american dream« führt sie über Fabrikarbeit und Existenzangst nacheinander in die Arme zweier Männer: des Handelsreisenden Charles Drouet und seines Freundes George Hurstwood, eines mondänen Lebemanns, der für sie Vermögen und Familie aufgibt und mit ihr nach New York zieht. Während dort die motorisierte Moderne anbricht, beginnt die Geschichte ihrer Emanzipation – und ihr Aufstieg zum Broadway-Star Carrie Madenda.

»Sister Carrie ist kein Meisterwerk im üblichen Sinn, sondern ein roher Diamant. Eine Wucht, ein literarischer Tornado.« – Ilija Trojanow in seinem Nachwort

Sie möchten mehr über die Gestaltung dieses Bandes erfahren? Hier beschreibt Fabian Michael seine Herangehensweise.

""Sister Carrie" ist eben nicht nur ein minutiös recherchierter Großstadtroman, der das urbane Leben in allen Höhen und Tiefen durchleuchtet, sondern auch ein soziologisches Lehrstück. (…) Heute gilt der Roman als Meilenstein der amerikanischen Moderne. Eine ganze Schule des Realismus von John O’Hara und Sloan Wilson bis Richard Ford und Jonathan Franzen kann sich auf Dreisers literarischen Befreiungsschlag berufen. Die Andere Bibliothek präsentiert "Sister Carrie" nicht nur erstmals in der originalen Fassung; sie macht das formal konventionelle, aber inhaltlich kühne Werk durch Susann Urbans wasserklare Übersetzung für deutsche Leserinnen und Leser überhaupt erst lesbar."
Kurt Darsow, WDR 3 – Mosaik, 28.11.2017

"Immer mal wieder lässt der gewandte Autor das Elend vorbeiziehen und schildert en détail den nackten Existenzkampf – als Mahnung, dass es jederzeit vorbei sein kann mit dem Leben im Luxus. Aufstieg und Fall kreuzen sich in diesem lesenswerten, fein beobachteten Roman auf spannende Weise."
Katja Engler, Hamburger Abendblatt, 30.11.2017

"In einem Atemzug mit Upton Sinclair, Sinclair Lewis wird Theodore Dreiser genannt, bilden sie doch das Dreigestirn der großen „Romanciers“, die das junge und beschleunigte amerikanische Jahrhundert unter die Lupe nahmen. (...) Dreisers "Sister Carrie" ist ein großer mitreißender Schmachtfetzen, der nicht durch poetische Qualitäten glänzt, sondern mit dem Blick des Reporters besticht, der fatalistisch das mechanisierte Amerika auf der Schwelle zur Moderne ungefiltert in Augenschein nimmt. Carries Aufstieg zum Star Carrie Madenda und Hurstwoods Niedergang werden in ihrer rasanten Gegenbewegung zur Kehrseite des amerikanischen Traums.: "Sister Carrie" ist eine amerikanische Tragödie, banal, ergreifend, erbarmungslos: Eine Art Balzac-Roman im Kinogewand.“
Sven Ahnert, Ö1 - Ex libris, 03.12.2017

"... ein vielschichtiges Gesellschaftspanorama der Jahrhundertwende. Grandios!"
Uwe Raum-Deinzer, Moviestar, 6-2017

"Das prächtige Amerika der Jahrhundertwende, New York, Chicago, der Broadway, aber auch die Armut, das Leben der Arbeiter, die sozialen Unterschiede, all das ist der Hintergrund für die fesselnde Geschichte der jungen Carrie. (...) Die schöne Ausgabe aus dem Hause Die Andere Bibliothek lässt keine bibliophilen Wünsche offen, schmeichelt mit geschmeidigen Papier, besticht mit schlichten aber sehr passenden Illustrationen und wird so zum perfekten Gesamtpaket. Ein großartiger Roman, den ich nur empfehlen kann."
Tobias Zeising, Blog Lesestunden, 12.01.2018

"Es geht um Theodore Dreisers Sister Carrie, das vom Verlag “Die andere Bibliothek” in einer traumhaften Ausgabe mit Schuber neu herausgegeben wurde. Eine echte Perle! Tolles Papier, passende Illustrationen in bestechendem rot und der hübsche Schuber machen das Buch optisch schon zu einem absoluten Highlight. (...) Wie schon geschrieben, ist Dreiser einer der großen Vertreter des amerikanischen Naturalismus. Das merkt man gleich zu Beginn der Geschichte an seinen ausgedehnten Schilderungen über das Leben in der Großstadt. Gerade im ersten Drittel des Buches wird ausführlich geschildert, wie Carrie in Chicago ankommt, sich dort einfindet und auf Arbeitssuche begibt. Hier bekommen wir als Leser einen ganz genauen Eindruck, wie das Leben damals ausgesehen hat und können in Ruhe unser Kopfkino entfalten."
Britta Berger, Blog Buchlingreport, 01.04.2018

"Er zählt zu den Klassikern der amerikanischen Literatur und zeichnet ein Bild einer aufstrebenden Industrienation, des gesellschaftlichen Wandels zum Ende des 19. Jahrhunderts, der Licht- und Schattenseiten des Amerikanischen Traumes und der Entwicklung einer jungen Frau zu einer erfolgreichen Schauspielerin."
Helga Winkelmann, ekz, Ausgabe 2017-47

Theodore Dreiser (1871–1945) war der Sohn eines Einwanderers aus der Eifel. Über den Weg als Journalist bei mehreren Zeitungen und nach vielen Stationen kam Theodore Dreiser 1894 nach New York und begann bald mit der Arbeit an seinem Debüt Sister Carrie, das erst lange nach seiner Veröffentlichung in den Kanon der amerikanischen Literatur aufgenommen und in den 50er-Jahren verfilmt wurde.

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