Jan Kjærstad
Rand

Kjærstad, Jan

Rand

Roman

Aus dem Norwegischen von Angelika Grundlach

antiquarisch suchen

Ein Mörder, der mit dem Leser Katz und Maus spielt
Oslo im Ölboom der achtziger Jahre, kurz vor dem großen Bankenkrach. Eine Serie von Morden beunruhigt die norwegische Hauptstadt. Die Polizei ist ratlos, denn ein Motiv ist in keinem Fall zu erkennen.
Jan Kjærstad gilt in Skandinavien als Wunderkind, als postmoderner Moralist, als Scharlatan und schwarzer Theologe. Er bedient sich der Hüllform des Kriminalromans. Sein Held ist ein Computerfachmann, der sich fragt, warum er sieben Morde begangen hat. Als das Morddezernat ihn zu Hilfe ruft, fahndet der Mörder nach sich selbst. Obsessiv sucht er nach einem Zusammenhang, nach einer Erklärung, nach verborgenen Verbindungen zwischen den Opfern.
Der Leser wird in ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel verwickelt. Immer neue Indizien tun sich in diesem mehrdimensionalen Puzzle auf. Zufall oder Paranoia?
Intellektuelle Unterhaltung hat keine gute Presse bei unserer Literaturkritik. Trotzdem muß gesagt sein: Hier hat man es mit einem Autor zu tun, der seinen Borges und seinen Calvino kennt und der virtuos mit einem reinen Zeichenchaos zu spielen versteht; doch läßt er sich von keiner gescheiten Theorie davon abhalten, eine spannende, bizarre, hintergründige Geschichte zu erzählen.