Christian Enzensberger
NICHT EINS UND DOCH

Enzensberger, Christian

Nicht Eins und Doch

Geschichte der Natur

Mit einer Hinführung von Stefan Ripplinger und einem Nachwort von Dirck Linck und Joseph Vogl

»Das stimmt ja nicht, schau mich doch an!« Das ruft nicht nur das Schöne, das rufen nicht nur die Steine, der Weidenbusch und der Fluss. Das ruft dieses ganze Buch, das ein großer Solitär in der deutschen Literatur ist und allein schon mit seiner Schönheit und mit seinem heiteren So-sein-Wollen und mit seinem Eros unserer abgewetzten, armen Welt ins Gesicht lacht. – Stefan Ripplinger

Weder Roman noch Essay, ist Nicht Eins und Doch eine große meditative Spekulation, gefügt aus Tausenden von nachgelassenen Blättern. Der »Naturgänger« Christian Enzensberger, der auch als Anglist, Essayist und Übersetzer zeitlebens zu faszinieren wusste, denkt nach, was Menschsein heißen kann in sinnlich-be­rühren­dem Umgang mit der Natur – am Leitfaden des Leibes, dem lebendigen Stoff. Der wird diesem im Buch der Natur lesenden Spaziergänger zum Maß des Menschen. Nicht Eins und Doch trägt Einspruch und Beharren schon im Titel. Dieser literarische Monolith nähert sich in langer philosophierender Tradition, anschaulich denkend und spürend, einer »Sprache der Natur« in hingebungsvoll-dramatischer Zwie­sprache mit allem Nahen und scheinbar Nichtigen. Aus solcher Betrachtung erwächst uns Lesern lustvolle Belehrung.
 

»Ein Meister der Poesie« Thomas Neumann, literaturkritik.de, 27.02.2014

»Das ungewöhnliche Zwiegespräch eines Selbstdenkers mit der Natur. Ungewöhnlich, komisch, erhellend.« Deutschlandradio Kultur Empfehlung, März 2014

»Der Rhythmus dieses eleganten Erzählens vermittelt zwischen auseinandergerissen Welten und wirkt wie ein Strom des Glücks. Er speist sich aus ungeahnten Verbindungen, Erkenntnissen, Ahnungen, und manchmal auch aus den eigenwilligen Übersetzungen der Sätze, die die Steine von sich geben.« Jörg Plath, Deutschlandradio Kultur, 10.02.2014

»Vollendet hat Enzensberger nur den ersten Teil, doch 'Nicht Eins und Doch' ist schon gewaltig genug ... be-greifen lässt sich 'Nicht Eins und Doch' übrigens auch ganz hervorragend dank der liebevollen Ausstattung der von seinem älteren Bruder Hans Magnus ins Leben gerufenen 'Anderen Bibliothek'« Uwe Schütte, Wiener Zeitung vom 07.12.2013

»Gerade ist das neue Buch von Christian Enzensberger Nicht Eins und Doch als bestes Sachbuch der SWR-Sachbuchschau ausgezeichnet worden. Nicht zu Unrecht: Enzensbergers Naturphilosophie ist eine große meditative Spekulation, aus Tausenden von nachgelassenen Blättern zusammengefügt. ... Es bietet in berückender Sprache Gedanken und Überlegungen an, die es sich auszuloten lohnt. Wie immer bei der Anderen Bibliothek, ist das Buch kongenial – seinem Inhalt entsprechend – gestaltet.« Studiosus Portal, September 2013

»Nicht Eins und Doch heißt die posthum veröffentlichte Geschichte der Natur. Sie sei allen ans Herz gelegt, die geduldig sind und bereit, sich auf Neuland zu begeben. Alle anderen sollten besser die Finger davon lassen. Den Text muss man sich im wahrsten Sinn des Wortes hart erarbeiten.« Günther Strobl, Der Standard vom 29.08.2013

Platz vier der SWR-Bestenliste im September 2013

»Christian Enzensberger versucht sich seine Welt zu erschließen durch sinnliche Wahrnehmung ... und so ist dieses Buch, das man gerne in der Hand hat. Insofern ist die Aufmachung dieses Buchs eine Verlängerung der These des Buches. Es geht bei ihm um eine für uns heute ganz fremd gewordene Erschließung der Welt, der Natur, der Steine. ... Wenn man so ein Buch liest, dann merkt man erst, wie unglaublich primitiv der Naturbegriff der modernen Naturwissenschaften ist...« Rüdiger Safranski, SRF Literaturclub vom 26.06.2013

 

 

Christian Enzensberger, geboren 1931 in Nürnberg, wurde bekannt durch Größerer Versuch über den Schmutz (1968) und Literatur und Interesse. Eine politische Ästhetik (1977). Seine Übertragungen von Lewis Carolls Alice im Wunderland und Alice hinter den Spiegeln (1963) setzten Maßstäbe. Zuletzt wurde von ihm Eins nach dem anderen. Gedichte in Prosa (2010) veröffentlicht. Christian Enzensbergers Roman­monument Was ist Was erschien als Band 33 im Jahr 1987 in der Anderen Bibliothek. Er starb 2009.

Nicht Eins und Doch

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