Kerstin Holm
Moskaus Macht und Musen

Holm, Kerstin

Moskaus Macht und Musen

Hinter russischen Fassaden

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfand sich Russland durch Revolution und Stalinismus radikal neu. An seinem Ende wechselte es unter seinem ersten nachsowjetischen Präsidenten Jelzin zum demokratischen Glaubensbekenntnis – das Russland unter Putin ist neoimperial und »seine gelenkte Demokratie« verliert zunehmend an Zustimmung.
Kerstin Holm ist Kulturkorrespondentin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Moskau und berichtet seit Jahrzehnten aus diesem von Konflikten zerrissenen Imperium. Moskaus Macht und Musen zeichnet vor diesem Hintergrund ein zeitgeschichtliches Panorama, wirft einen Blick hinter die russischen Fassaden – und beschreibt mit enormer Kennerschaft die Selbstdeutung der russischen Gesellschaft in Literatur und Musik. Kerstin Holms »Musen« sind der Romancier Wladimir Sorokin, die Dichterin Alina Wituchnowskaja und die so gegensätzlichen Komponisten Wladimir Martynow und Wladimir Tarnopolski. Von ihnen lässt sie »die menschliche Situation in ihrer russischen Zuspitzung ausleuchten«.
Kerstin Holms über viele Jahr hinweg akribisch recherchiertes Buch »Moskaus Macht und Musen« bezieht aus diesem ungewöhnlichen Blickwinkel seine Originalität.

»Die Vielzahl der Themen und Beobachtungen und das Wissen von Kerstin Holm sind dabei ebenso atemberaubend wie verwirrend (...). Holm ist keine Historikern, sondern Feuilletonistin. Genau das ist die Stärke ihres Buches: Leute, die vorgeben Russland verstanden zu haben und erklären zu können, gibt es ohnehin genug. Holm tut das nicht, sie zeigt Russland wie es ist: verworren, widersprüchlich, chaotisch, vielfältig, faszinierend.« Deutschlandfunk vom 17.01.2013

 

»Die Lektüre zu Moskaus Macht und Musen ist bedrückend, aber man versteht die Hintergründe des kulturellen Alltags in Putins Russland besser.« St. Galler Tagblatt vom 17.1.2013

»Dass russische Gerichte nicht unabhängig urteilen, dass Korruption und Gewalt in der zweiten Putin-Präsidentschaft mehr denn je blühen, es aber auch künstlerische Gegenwehr gibt, das alles beweist Kerstin Holm in ihrem neuen, sehr lesenswerten Buch. [...] So bietet Holm ein fesselndes, furchterregendes Panorama russischer Wirklichkeit – des Alltags und der Kunst.« Günther Wessel, Deutschlandradio Kultur am 07.09.2012

»Kerstin Holm, Russland-Korrespondentin des Feuilletons dieser Zeitung, zeichnet in ihrem Buch ein Panorama der üppig-pompösen Hauptstadt von Wladimir Putins Imperium.« Thomas Weber, Frankfurter Allgemeine Zeitung am 15.08.2012

Kerstin Holm berichtet seit 1991 als Russland-Korrespondentin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Moskau aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion über Kultur im weitesten Sinn. Sie wurde 1958 in Hamburg geboren und studierte Musikwissenschaft, Slawistik, Romanistik und Germanistik.

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