Matthias Greffrath
Montaigne

Greffrath, Matthias

Montaigne

Ein Panorama

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Ohne Montaigne geht es nicht. Er spricht, als wäre er der erste, der über die Welt, die er vorfindet, nachdenkt. Er kannte die Autoritäten, doch er hielt sich nicht an sie. Eine sanfte Unbeirrbarkeit zeichnet diesen Schriftsteller aus, ein wohltuender Eigensinn. Seine Freiheit ist keine metaphysische Größe, sondern ein Gut, das er sich durch seinen Mut und seine Beharrlichkeit selbst erworben hat.
An Übersetzungen seiner Essais fehlt es nicht, wenngleich eine über allen Tadel erhabene Gesamtausgabe bis heute nicht existiert. Mathias Greffrath will sie nicht ersetzen, aber er begnügt sich auch nicht mit einer Auswahl der »schönsten Stellen« aus dem riesigen Bestand des Werkes. Unbefangen nimmt er, was ihm brauchbar scheint für unseren eigenen Umgang mit der Welt und mit uns selber. So macht erGebrauch von eben jener Freiheit, die Montaigne für sich in Anspruch nahm. Seine Übersetzung ist frei vom Staub des Historismus.
Acht Glossen sprenkeln diesen Text. Der Herausgeber erlaubt sich also, dort weiterzudenken, wo Montaigne einenPunkt setzte. So macht er ihn zu unserem Zeitgenossen und das Buch zu einem Vademecum - einem Begleiter, den man in die Tasche stecken kann.

Mathias Greffrath, Essayist, Reporter und Redakteur, lebt in Berlin. Michel Montaigne ist 1533 geboren. Die erste Ausgabe seiner Essais erschien im Jahre 1589. Er starb am 13.September 1592, also vor vierhundert Jahren, auf seinem Schloßim Bordelais.