Edmond & Jules de Goncourt
Manette Salomon

Edmond & Jules de Goncourt

Manette Salomon

Roman

Aus dem Französischen übersetzt von Caroline Vollmann, mit einem Nachwort von Alain Claude Sulzer

Es ist ein Sittengemälde aus dem Pariser Kunstbetrieb des 19. Jahrhunderts: Edmond und Jules de Goncourt führen ein in die Salons und Ateliers. Der Roman wurde auf die SWR-Bestenliste Dezember 2017 gewählt.

"Manette Salomon" verfolgt die Karrieren von fünf Malern in Paris. Anatole und Coriolis buhlen mit nicht nur künstlerischen Mitteln um Anerkennung, werben in den Salons für sich und ihre Werke und eilen im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit und die Weihe durch den Prix de Rome virtuos durch Stile, Schulen und Genres. Mit dem Auftritt von Manette Salomon wird der Roman zum »Gruppenbild mit Dame«, in dem die Kunst nur noch eine nachgeordnete Rolle spielt.
Die Brüder Goncourt sind spätestens seit der Übertragung ihres 7000-seitigen Tagebuchs wieder dem breiten Publikum bekannt. Ihr Roman von 1867 führt die große Kunst der französischen Erzähler vor. Caroline Vollmann hat ihn erstmals ins Deutsche übersetzt, Alain Claude Sulzer, ein Kenner der Goncourts, hat das Nachwort verfasst.

„Manette Salomon ist voller schimmernder und leuchtender Perlen, vor allem aber ist er eine Galerie raumfüllender Gemälde.“  - Alain Claude Sulzer

Sie möchten mehr über die Gestaltung dieses Bandes erfahren? Hier beschreibt Paulina Altmann ihre Herangehensweise.

 

"Es hat 150 Jahre bis zur ersten deutschen Übersetzung gedauert, die Caroline Vollmann stilsicher für die "Andere Bibliothek" erstellt hat. Wer diesen Roman liest, gerät in eine flirrende Kunstwelt der Aufschwünge und Abstürze, in einen Malerroman im Zeitalter der Industrialisierung und Entfaltung des modernen Kunstmarkts (…) Er ist ein großes Panorama des 19. Jahrhunderts, in dem die Monstren des Rassismus nicht fehlen.“
Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung, 28.11.2017

"Manette Salomon" erzählt nicht nur auf lebendigste Weise von den Lebenswegen und Schicksalen seiner vier Anti-Helden. Der Roman entwirft darüber ein Sittenbild der Pariser Gesellschaft um die Mitte des vorvergangenen Jahrhunderts. (...) Der Begeisterung für die Farbe folgend, zeichnet sich der Roman nicht nur durch seine intensiven Gemäldebeschreibungen aus. Den Goncourts gelingen in "Manette Salomon" selber überaus malerische Beschreibungen, sei es von Gesichtern, Tieren oder Landschaften, die dem Leser den Eindruck vermitteln, als könne diese Prosa "sehen". (...) Der großartige, selbst wo er misslingt staunens- und lesenswerte Roman der Goncourts jedenfalls klingt in der Übersetzung von Caroline Vollmann so frisch wie am ersten Tag."
Jan Koneffke, Deutschlandfunk - Büchermarkt, 21.01.2018

"... mit „Manette Salomon“ ist der Anderen Bibliothek gleichwohl ein von Caroline Vollmann gegenwartsnah übersetzter und mit erklärenden Fußnoten gespickter Glücksfund bei den Bouquinisten an der Seine gelungen."
Kurt Darsow, WDR - Mosaik, 23.01.2018

"Jetzt ist "Manette Salomon" (1867) erstmals ins Deutsche übersetzt worden und als prachtvoller Band der Anderen Bibliothek erschienen. Um es gleich zu sagen: »Manette Salomon« braucht den Vergleich mit den Werken Zolas, Balzacs, ja Flauberts nicht zu scheuen. (…) Wir tauchen tief ein in die Welt der Bohème mit allen Liebeleien, Intrigen, Festen, Kunstgesprächen, aber auch dem materiellen Elend und enttäuschten Hoffnungen."
Olaf Schmidt, Kreuzer, 2-2018

Edmond (1822–1896) und Jules (1830–1870) de Goncourt gehörten zu den bedeutendsten Schriftstellern Frankreichs im 19. Jahrhundert. Neben ihren Tagebüchern und dem Roman Germinie Lacerteux haben sie maßgebliche Werke zur Kunst- und Kulturgeschichte verfasst. Der Prix Goncourt, den sie mit ihrem Testament gestiftet haben, ist bis heute die bedeutendste literarische Auszeichnung Frankreichs.

Caroline Vollmann ist renommierte Übersetzerin aus dem Französischen. Ihre Übertragung von Théophile Gautiers Mademoiselle de Maupin war für den Preis der Leipziger Buchmesse 2012 nominiert.

Manette Salomon

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