Joseph von Hammer-Purgstall
Märchen aus Hundert und einer Nacht

Hammer-Purgstall, Joseph von

Märchen aus Hundert und einer Nacht

Zum ersten Male aus dem Arabischen ins Französische übersetzt von Joseph von Hammer-Purgstall, und aus dem Französischen von Professor August E. Zinserling

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Buntscheckig und seltsam verlief die Geschichte der europäischen Begegnung mit den Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Einzelne Teile der Sammlung sind in Italien schon im 14. Jahrhundert bekannt geworden. Doch erst im Zeitalter Ludwig XIV. wurden sie, durch eine Übersetzung des französischen Orientalisten J.A. Galland, endgültig im Westen eingebürgert.
Knapp hundert Jahre später verschaffte sich Joseph von Hammer-Purgstall aus Kairo eine arabische Handschrift. Zu seinem Entzücken entdeckte er darin eine größere Zahl von Märchen, die in Gallands Übersetzung fehlten. Hammer war österreichischer Diplomat und gab die Fundgruben des Orients heraus, aus denen Goethe für seinen Diwan geschöpft hat. Seine Textfassung unterscheidet sich grundlegend von späteren Versionen der Märchen. Sie atmet den Geist des Dix-huitième. Ihre Sprache ist leicht, graziös und weltmännisch. Die Geschichten aus Hammers Märchenwerk, die wir hier vorlegen, sind nur ein kleiner Teil des überlieferten Stoffes; wir haben ihnen deshalb den Titel Märchen aus Hundert und Einer Nacht gegeben.