Henriette Herz
in Erinnerungen, Briefen und Zeugnissen

Henriette Herz in Erinnerungen, Briefen und Zeugnissen

Neu ediert, mit unbekannten Dokumenten, Briefen und Bildnissen versehen von Rainer Schmitz

Henriette Herz und ihr literarischer Salon waren weit über die Grenzen Berlins hinaus bekannt: »Wer den Gens'darmenmarkt und Madame Herz nicht gesehen hat, hat Berlin nicht gesehen...«

Die neu edierten Erinnerungen von Henriette Herz er­öff­nen ein in dieser Tiefe und Breite nicht gekanntes Pa­no­rama des geistigen Berlin.

Das Reisetagebuch eines verehrenden Zeitgenossen rühmte Henriette Herz. Sie soll schön und es muss ein Genuss gewesen sein, sie erzählen zu hören. Henriette Herz entstammte einer eingewanderten jüdischen Fa­milie, sie war umfassend gebildet und sprach viele Sprachen. Erst 1818 begann sie in Rom, ihre Erinnerun­gen aufzuzeichnen, die 1850 erstmals er­schienen.

Mit ihrem literarischen Salon – erst in der Spandauer Straße, dann in der Neuen Friedrichstraße und schließ­lich in der Markgrafenstraße – war sie jahr­zehnte­lang ein Mittelpunkt des kulturellen Lebens in der preußischen Hauptstadt. Der berühmte »Doppel­salon Herz« – von ihr und ihrem Mann, dem Arzt und Philo­so­phen Markus Herz – ist zu einem Ort der deutschen Literatur- und Geistesgeschichte geworden. Wir begegnen Jean Paul, Karl Philipp Moritz, Chamisso oder den Brüdern Humboldt, Mendelssohn oder Mirabeau, Madame de Staël sowie den Schlegels, Goethe und Schiller, der junge Börne war ein lei­den­schaft­licher Verehrer und Friedrich Schleiermacher ihr über Jahre eng verbunden. Das Personenverzeichnis der Erinnerun­gen liest sich wie ein Who’s who der geistigen und politischen Eliten.

Henriette Herz ist neben Dorothea Mendelssohn/Veit/Schlegel, Rahel Levin/Varnhagen und anderen zu einer Heroine der jüdischen – und der Frauenemanzipation geworden. Rainer Schmitz hat diese erstmals 1984 voll­stän­dig veröffentlichten und seit Langem ver­griffenen Erinnerun­gen neu ediert. Die Ver­schrän­kung dieser Erinnerungen, Briefe und Zeugnisse mit bislang un­be­ach­teten zeitgenössischen Dokumenten und vieler Herz- Bildnisse wird zur ein­zig­artigen Quelle zwischen Auf­klä­rung und Romantik, dem Biedermeier und der Zeit des Vormärz.

Eine ausführliche Bibliographie zu Henriette Herz sowie Forschungsliteratur zur deutschen und internationalen Salonkultur können Sie hier herunterladen.

»Versehen mit einem instruktiven Nachwort von Rainer Schmitz, kann man anhand von Selbstzeugnissen auf Entdeckungsreise in die intellektuelle Welt des frühen 19. Jahrhunderts gehen.« DAMALS, Ausgabe 12/2014

»Henriette Herz' unlängst in der Anderen Bibliothek erschienenen, von Rainer Schmitz beispielhaft edierten Erinnerungen und Zeugnisse enthalten den beeindruckenden Katalog ihrer deutschen und ausländischen Gäste, sowie deren ausgewählte Korrespondenz.« Peter Schopflocher, Die Welt vom 01.11.2014

»Zu beachten ist auch die wunderschöne Gestaltung von Jonas Vogler ... Erstmals erscheinen jetzt in dieser Tiefe und Breite Lebenszeugnisse von und über Henriette Herz. ... sie fügen sich zusammen zu einem wunderbaren Panorama einer Epoche ... Eine große verlegerische Tat.« Dieter Schmidmaier, fachbuchjournal, Ausgabe 5, Oktober 2014

»Als Quellenmaterial werden die Schriften von und über Henriette Herz herangezogen, die waren jedoch zuletzt nicht mehr auf dem Buchmarkt zu finden. Deshalb ist es umso erfreulicher, dass diese wieder erschienen. Ediert hat das Buch Rainer Schmitz, ein hervorragender Literaturwissenschaftler.« Alexis Canem, Jüdisches Europa, Ausgabe 3/2014

»Ein schöner Band von Rainer Schmitz ... Von ihm stammt auch das kundige Nachwort. Und so kann man sich anstecken lassen von dem leichten Ton und der Freude an der Geselligkeit als dem wahren Ort der Bildung.« Dr. Heike Talkenberger, DAMALS, Ausgabe 9/2014

»Alle vorhandenen Zeugnisse fasst ein neuer, reizvoll gestalteter Band der Anderen Bibliothek zusammen, den Rainer Schmitz mit viel Sorgfalt herausgegeben hat.« Nürnberger Nachrichten vom 04.09.2014

»Die von Rainer Schmitz sorgfältig edierten Erinnerungen, Briefe und Zeugnisse zeichnen das Bild einer charakterstarken, bescheidenen Frau von großzügigem Wesen, deren Genie darin bestand, Menschen zu verbinden und zu inspirieren.« Anja Dürrmeier, BR 2 Diwan, 23.08.2014

»Dank des vorliegenden Bandes können wir nun in ihre Welt eintauchen und die Scottisen genießen, die ihre Erinnerungen ... auch ausmachen.« Sven Hanuschek, Münchner Feuilleton, Ausgabe Nr. 33, August-September 2014

»Lebendig werden Henriette Herz und ihr Salonleben in einem lange vergriffenen, aber jetzt wieder neu aufgelegten Band der Anderen Bibliothek.« Tobias Schwartz, Der Tagesspiegel vom 17.08.2014

»Lohnenswerte Lektüre ... ein Fundstück!« Berliner Büchertisch Online, 15.06.2014

»Anlässlich ihres 250. Geburtstags gibt Rainer Schmitz in 'Henriette Herz in Erinnerungen, Briefen und Zeugnissen' ... Einblick in ihr privates und literarisches Leben – sowie in persönlichen Begegnungen mit Größen wie Jean Paul, Schiller, Mendelssohn oder den Brüdern Humboldt: So entsteht das Panorama einer Epoche.« Stefan Hauck und Sarah Umla, Börsenblatt Print vom 27.03.3014

»Der sparsam bebilderte Band, der als Nr. 347 in Die Andere Bibliothek erscheint, verfügt über einen umfangreichen Apparat mit wertvollen, ausführlichen Anmerkungen, einem nahezu 50-seitigen Nachwort und einem kommentierten Personenverzeichnis.« Axel Klappoth, Literarisches Berlin Online, März 2014

»Rainer Schmitz, der ihr 1984 schon einmal mit einer Sammlung ihrer Hinterlassenschaft ein Denkmal setzte ..., ist ihren Spuren weiter gefolgt und hat für die entdeckungsfreudige Andere Bibliothek einen Band mit Erinnerungen, Briefen und Zeugnissen ediert, ein umsichtig zusammengetragenes Buch, das aus vielen Quellen schöpft und auch neues Material bietet. So umfassend und so bestechend erläutert ... ist uns Henriette Herz noch nicht begegnet.« Klaus Bellin, Lesart, März 2014

»Abhilfe schafft nun ein umfangreicher Band, den der Münchner Rainer Schmitz für die bibliophile Buchreihe Die Andere Bibliothek zusammengestellt und herausgegeben hat ... (es) sind hier deutsch-jüdische Sternstunden nachzulesen ... Im Zentrum dieses klug komponierten und gestalterisch ansprechenden Bandes, einer ausgreifenden Spiegelkabinett-Biographie, steht aber Henriette Herz, lebendig, interessant, facetten- und geistreich.« Alexander Kluy, wina, März 2014

»Henriette Herz starb 1847. Das schönste und historisch aufschlussreichste Vermächtnis im Jahr ihres 250. Geburtstags ist dieser Band.« Verena Auffermann, Tages-Anzeiger vom 10.02.2014

»Dieser anlässlich des 250. Geburtstags der berühmten Salonnière Henriette Herz neu aufgelegte Band ist eine Kostbarkeit in jeder Hinsicht.« Janika Gelinek, NZZ am Sonntag vom 26.01.2014

»Will man sich ein Bild von dieser Sozialheroine machen, tut man das am besten mit der opulenten Neuedition ihrer Erinnerungen durch Rainer Schmitz ... Dass aber das Bild, das man sich von Henriette Herz mit Hilfe dieses opulenten Buches machen kann, aus vielen verschiendenen übereinander gelegten Bildern besteht, ist der schönste Makel dieses Werks.« Bruno Preisendörfer, fackelkopf.de, 28.01.2014

»Rainer Schmitz' Zusammenstellung ihrer 1850 – also drei Jahre nach ihrem Tod – erschienenen Erinnerungen, ihrer wenigen erhaltenen Briefe und der zahlreicheren Briefe ihrer Freunde, spannt ein intellektuelles Panorama Berlins von kurz vor der Französischen Revolution bis zur Restauration nach den Napoleonischen Kriegen auf. Und sie ermöglicht es den Größen dieser Zeit in ihrer menschlichen Verfasstheit sehr nahe zu kommen. Die Anmerkungen und das sorgfältige Personenregister bilden außerdem ein ausgezeichnetes Nachschlagewerk.« Peter Zimmermann, oe1 ex libris, 19.01.2013

»Rainer Schmitz hat in einer lobenswerten Edition Zeugnisse aus den Jahren 1786 ... und 1806 zusammengestellt.« Roland Mischke, Neue Osnabrücker Zeitung vom 16.01.2014

»'Wenn ich einen Menschen, wie ich selber bin, immer hören müßte, ich hielte es vor Langerweile nicht aus - Ist wohl eine Selbsterkenntniß zu wünschen, die einem zugleich den Mangel an Kraft zeigt, den Fehlern abzuhelfen?' Was erhalten ist an Memoiren und Briefen, an Tagebuchblättern, lässt ihre Sorge unbegründet erscheinen. Hier erzählt ein Mensch von sich und seiner Epoche mit lebendiger Klarheit und psychologischer Einsicht ... Das ausgezeichnete Nachwort von Rainer Schmitz füllt mit Sorgfalt jene Lücken, die Henriette Herz' Bescheidenheit in ihren Nachlass geschlagen hat.« Der Spiegel vom 13.01.2014

»Rainer Schmitz hat jetzt in einer lobenswerten Edition Zeugnisse aus den Jahren 1786 ... und 1806 zusammengestellt.« Roland Mischke, Neues Deutschland vom 30.12.2013

»Das alles erfährt man in dem exzellent zusammengestellten Buch des Literaturwissenschaftlers Rainer Schmitz. Und noch viel mehr. Denn gegenüber der 1984 erschienenen Ausgabe, die Henriette Herz' Erinnerungen und eine Auswahl an Briefen versammelte, ist die nun vorliegende angereichert durch viele literarische Porträts beispielsweise von Madame de Stael, Goethe und Schiller, Chamisso und den Brüdern Humboldt sowie durch kurze Essays und Berichte von (teilweise anonymen) Berlinreisenden über die kulturelle Atmosphäre der Stadt, über philosophische Zirkel und Lesegesellschaften. Ein wilder, höchst amüsanter Bilderreigen an Anekdoten, Geschichten und Räsonnements aus dem quirligen Berlin an der Schwelle zur Moderne.« Edelgard Abenstein, Deutschlandradio Kultur, 20.12.2013

»Der Henriette-Herz-Band, den Rainer Schmitz für die Andere Bibliothek zusammengestellt hat, ist die bislang beste Einführung in den Zauber, den Geist und den Ton der 'Berliner Klassik' ... ein Textgebirge, in dem man sich lustvoll verlaufen kann.« Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung vom 16.12.2013

»Es ist das große Verdienst des Herausgebers Rainer Schmitz, dass er die persönlichen Erinnerungen der Henriette Herz, eine Auswahl ihrer Briefe und Zeugnisse von Zeitgenossen – die in zahlreichen Einzelpublikationen im 19. und 20. Jahrhundert erschienen sind – jetzt in einem umfangreichen Einzelband für die 'Andere Bibliothek' neu ediert hat. Entstanden ist damit ein facettenreiches Panorama einer großen und debattierfreudigen Epoche der deutschen Kulturgeschichte. Und zugleich rückt uns die Person einer fasziniereden, aufsehenerregenden Frau ganz nah.« Walter Weber, Radio Bremen, Literaturzeit, 14.12.2013

Buch des Monats im Dezember 2013: »Die Erinnerungen der Henriette Herz, 1764 in Berlin geboren, entwerfen zusammen mit Briefen und literarischen Porträts ein einzigartiges Panorama einer aufregenden Epoche zwischen Aufklärung, Romantik, dem Biedermeier und des heraufziehenden Vormärz.« Peter Benz, Darmstädter Jury

»Auch mit ihrem neuen Band erweist Die Andere Bibliothek sich wieder als verlegerisches Unternehmen der besonderen Art. Die Lebenszeugnisse der Henriette Herz (1764 bis 1847) waren lange vergriffen, und Rainer Schmitz, der sie seit Jahrzehnten sammelt, zieht hier die Summe seiner editorischen Arbeit. In Inhalt und Form ist sie nicht schöner zu wünschen: Neben zahlreichen Korrespondenzen, die an sie gerichtet sind oder von ihr handeln, bilden ihre Erinnerungen und überlieferten Briefe ein reiches, vielschichtiges Panorama, in dessen Mittelpunkt eine große Dame steht.« Jakob Hessing, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 30.11.2013

 

 

Rainer Schmitz, geboren 1950, lebt als freier Publizist und Lehrbeauftragter der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Sein Werk Was geschah mit Schillers Schädel? Alles, was Sie über Literatur nicht wissen, erschienen 2008, machte ihn zu einem bekannten Autor.

Henriette Herz in Erinnerungen, Briefen und Zeugnissen

Wir empfehlen außerdem:

Tausend und Ein Tag

Tausend und Ein Tag ist ein Stück vergessene Weltliteratur. »Ich weiß eine Geschichte voll seltsamer Begebenheiten. Wenn me ...
Mehr
Tausend und Ein Tag
129,00 EUR
erschienen: 10.2014
Foliobände
1 x 'Tausend und Ein Tag' bestellen Warenkorb

Moritz, Karl Philipp

Reisen eines Deutschen in Italien in den Jahren 1786 bis 1788

»Moritz ist hier. Er ist wie ein jüngerer Bruder von mir…« – Johann Wolfgang von Goethe Moritz' Italien-Reise: eine auto ...
Mehr
Reisen eines Deutschen in Italien in den Jahren 1786 bis 1788
40,00 EUR
erschienen: 01.2013
Originalausgaben
1 x 'Reisen eines Deutschen in Italien in den Jahren 1786 bis 1788' bestellen Warenkorb

Humboldt, Alexander von

Kosmos

Ein Plädoyer für die Entprovinzialisierung des Denkens: »Ein Versuch, die Natur lebendig und in ihrer erhabenen Größe ...
Mehr
Kosmos
128,00 EUR
erschienen: 07.2014
Foliobände
1 x 'Kosmos' bestellen Warenkorb

Lotte meine Lotte. Die Briefe von Goethe an Charlotte von Stein

Ein literarisches Hohelied der Liebe und doch kaum gelesen: Goethes Briefe an Charlotte von Stein zwischen 1776 und 1786. Am Anfang steht eine ...
Mehr
Lotte meine Lotte. Die Briefe von Goethe an Charlotte von Stein
76,00 EUR
erschienen: 12.2014
Originalausgaben
1 x 'Lotte meine Lotte. Die Briefe von Goethe an Charlotte von Stein' bestellen Warenkorb