Søren Kierkegaard
Geheime Papiere

Kierkegaard, Søren

Geheime Papiere

Aus dem Dänischen übersetzt von Tim Hagemann, mit einem Essay von Klaus Harpprecht

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»Man befürchtet im Augenblick nichts mehr als den totalen Bankerott, dem Europa entgegengeht, und vergißt darüber die weit gefährlichere Zahlungsunfähigkeit in geistiger Hinsicht, die vor der Tür steht.« Das schreibt Kierkegaard 1836 in seinem Tagebuch, und er beginnt, gegen diesen Konkurs anzuschreiben. Er nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Nirgends hat der Philosoph sich radikaler geäußert als in diesen Notizen, die nie zur Veröffentlichung bestimmt waren. Es sind seine Überlegungen zur Gesellschafts- und Kulturkritik, die hier in einer durchgängig kommentierten Auswahl vorgelegt werden.
Dass er sich im Vormärz als Reaktionär zeigt, nimmt seiner Diagnose nichts von ihrer Tiefenschärfe - im Gegenteil. Hellsichtig analysiert er das anbrechende Medienzeitalter, liefert eine schneidende Kritik des Journalismus und nimmt, ganz im Widerstreit zu den landläufigen Positionen der Konservativen, das Bildungsbürgertum und die Unredlichkeit des akademischen Milieus aufs Korn.

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erschienen: 01.1988
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