Boris Savinkov
Erinnerungen eines Terroristen

Savinkov, Boris

Erinnerungen eines Terroristen

Aus dem Russischen überstetzt von Arkadi Maslow. Revidiert und ergänzt von Barbara Conrad. Mit einem Vor- und Nachbericht von Hans Magnus Enzensberger

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Boris Savinkov gehörte im zaristischen Rußland der Sozialrevolutionären Partei an und hat 1904 und 1905 die Attentate auf den russischen Innenminister Plehwe in St.Petersburg und auf den Großfürsten Sergius in Moskau geplant und organisiert. Diese beiden Aktionen bilden die spektakulären Höhepunkte des Buches. Es dokumentiert äußert anschaulich und mit großem erzählerischem Talent die nicht-bolschewistische politische Unterwelt des vorrevolutionären Rußland. Savinkov war zeit seines Lebens, auch als er sich vom Terrorismus abgewandt hatte, ein schillernder Zeitgenosse, der seinen Freunden viele Rätsel aufgab, so wie er seinen Gegnern großen Respekt abnötigte.
Die »zartfühlenden Mörder« hat Albert Camus die Gruppe der Terroristen um Boris Savinkov genannt, die in den ersten Jahren dieses Jahrhunderts glaubten, sie könnten die versteinerten Verhältnisse im zaristischen Rußland mit Dynamit sprengen, und die doch bloß Einzelne in ihren Kutschen zerfetzten.