Georg Brunold
Ein Haus bauen

Brunold, Georg

Ein Haus bauen

Besuche auf fünf Kontinenten

Georg Brunold ist ein Meister der Reportage. In den vergangenen zehn Jahren war er auf allen Kontinenten unterwegs, hat sich umgeschaut in Ostasien und im Emmental, in Kalabrien und der Karibik, immer wieder in Afrika und Arabien. Aber auch in fernen Zeiten. In all seinen Texten trifft er auf einfache Menschen und weltbewegende Ereignisse, berichtet er von kleinen Begebenheiten und geschichtlichen Umwälzungen gleichermaßen.
In seinen Reportagen versucht Brunold nicht, Identitäten auf bündige Formeln zu bringen. Doch schärft er den Blick für das Gemeinsame aller Erdbewohner. Bemühen sich nicht alle unentwegt darum, ihre eigene Lage zu verbessern, und das nur zu oft auf Kosten anderer?
Beim Lesen von Brunolds Erzählungen von der Welt befindet man sich vor Ort: steht am Grab der Ahnen im vietnamesischen Reisfeld, sinniert über Himmel und Hölle unter dem haitanischen Apfelbaum und wandert gemeinsam mit Philip Roth zu seinem Elternhaus an der Summit Avenue 81, Weequahic, Newark.

»Es tut gut, in den Tagen allgemeiner Anti-Islam-Hysterie, in der zu viele deutschsprachige Medien vorwiegend auf populistische Zerrbilder setzen, die sachkundige Stimme eines Reisenden zu vernehmen. (...) Insgesamt sind die gesammelten Reportagen aus fünf Erdteilen Hinweis darauf, wie wichtig der persönliche Augenschein für das Verständnis einer aus den Fugen geratenden Welt sein kann.« Salzburger Nachrichten vom 17.06.2006

»Zwischen den Konfektionsbauten seiner Kollegen nehmen sich Brunolds Prosastücke wie Schlösser aus. Ein paar Zeilenumbrüche mehr — und sie wären wirklich ein anderes Metier: eine Sonderform von Lyrik, dokumentarische Langgedichte des Reisens.« Walter Filz, Literaturen, Juli/August 2006

Georg Brunold, geboren 1953 in Arosa/Graubünden, ist Journalist, Schriftsteller und Übersetzer. Er war Afrika-Korrespondent der Neuen Züricher Zeitung mit Sitz in Nairobi, Stellvertretender Chefredakteur der Kulturzeitschrift du in Zürich und lebt heute wieder in Nairobi. In der ANDEREN BIBLIOTHEK sind von ihm erschienen: Nilfieber. Der Wettlauf zu den Quellen (1993), Afrika gibt es nicht. Korrespondenzen aus drei Dutzend Ländern (1994) und, zusammen mit Klaus Hart und R. Kyle Hörst, Fernliebe. Ehen zwischen den Kontinenten (1999).

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