Lu Xun
Die große Mauer

Xun, Lu

Die große Mauer

Erzählungen, Essays, Gedichte

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Lu Xun wurde 1881 geboren und starb 1936. Im republikanischen China galt er als Nestbeschmutzer und Verfassungsfeind; 1925 wurde er aus der Universität entfernt; in den Augen der Regierung Tschiang Kai-schek war er ein roter Maulwurf, obwohl er der Kommunistischen Partei niemals beigetreten ist. Aber auch der Linken war verdächtig, weil er von seiner Unabhängigkeit nicht lassen wollte. Sein Sarkasmus und seine Melancholie kannten keine Linientreue. Dazu kam, wenigstens in den Augen der literarischen Kritik, ein weiterer Fehler. Lu Xun zeigte nämlich keine Lust, ein »Hauptwerk« zu schreiben. Er verfaßte zahllose Essays, Erzählungen, Glossen, Gedichte. Manche seiner Meisterwerke sind nur ein paar Seiten lang. Mit diesem unübersichtlichen, vielfältigen, eigensinnigen Œuvre ist Lu Xun zum Bahnbrecher der modernen chinesichen Literatur und zu ihrem ersten (und vielleicht einzigen) Klassiker geworden.