Einar Kárason
Die Teufelsinsel

Kárason, Einar

Die Teufelsinsel

Roman

Aus dem Isländischen von Marita Bergsson

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Eine Familiensaga vom Rand der Welt.
Ein Baracken- und Glasscherbenviertel in Islands Hauptstadt Reykjavík. Wilde Säufer, verarmte Bauernsöhne, angejahrte Nutten: Das hört sich nach einer dieser trübsinnigen Sozialreportagen an, die es darauf abgesehen haben, unserem schlechten Gewissen auf die Beine zu helfen. Statt dessen geht es hier ziemlich verrückt zu. Dicht unter dem Polarkreis treibt die Anarchie üppige Blüten. Statt Selbstmitleid und Resignation herrschen dort trotzige Ironie, brutale Lebensfreude und bedenkenlose Liebe.
Eine Familiensaga aus den 50er Jahren mit Akteuren, die mehr von Elvis Presley halten als von der Edda. Eine ganze Dynastie tritt auf, angeführt von Tommi, dem Krämer, und seiner Frau Lina, der Wahrsagerin, und ihrer Tochter Gogo mit ihren unzähligen Kindern. Unter ihnen ragt Baddi, der Draufgänger, hervor, und wenn der aufkreuzt in seinem funkelnagelneuen Ford Custom, hat die Polizei alle Hände voll zu tun.
Richtige Helden sind diese Verlierer, und ihr Slum ist zugleich ein Klondyke, in dem eine seltsame Goldgräberstimmung herrscht, eine Insel auf der Insel. Was sich hier abspielt, läßt sich auch als Gleichnis lesen für die rapide schonungslose Modernisierung einer altertümlichen europäischen Gesellschaft.

Einar Kárason, 1955 in Reykiavík geboren. lebt heute noch dort. Seine Romane »Die Teufelsinsel« (1983). »Die Goldinsel« (1985), »Das Gelobte Land« (1989) waren mit 70000 verkauften Exemplaren in einem Land mit 250000 Einwohnern, ein unverschämter Erfolg.

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27,50 EUR
erschienen: 01.1995
Originalausgaben
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