Ricarda Huch
Die Romantik

Ricarda Huch

Die Romantik. Ausbreitung, Blütezeit und Verfall

Mit einem Nachwort von Tilman Spreckelsen

Dem Werk der fast vergessenen Dichterin und Denkerin Ricarda Huch (1864 – 1947) verdanken wir unser modernes Verständnis der Romantik.

Ihre Bücher über »Blütezeit« und »Ausbreitung und Verfall« der Romantik, die wir in unserer Anderen Bibliothek in einem Band präsentieren, sind bahnbrechende kulturgeschichtliche Studien: »Der romantische Organismus« wird in seiner schillernden Vielgestaltigkeit noch einmal zum Leuchten gebracht. In einer die Disziplinen umgreifenden Manier porträtiert Ricarda Huch nicht nur die Dichter und Künstler, sondern auch die frühen Naturwissenschaftler, Mediziner, Theologen und Politiker. Besonders nahe waren Ricarda Huch auch die vernachlässigten Figuren der romantischen Epoche: die Frauen, Freundinnen und Gefährtinnen.
So entsteht im glänzenden und klaren Stil der Ricarda Huch die Biographie einer Idee – bereichert mit einem Nachwort von Tilman Spreckelsen.

Der Band wurde auf die Sachbuchbestenliste von Die Welt, WDR 5, Neue Zürcher Zeitung und ORF-Radio Österreich 1 für den März 2018 gewählt.

"Zumal in der gewohnt prächtigen Edition der „Anderen Bibliothek“ ist Ricarda Huchs Buch so unvermindert geeignet, Lust auf Lektüre zu machen und manchen auch heute wieder in Vergessenheit geratenen romantischen Text wieder zur Hand zu nehmen."
Friedmar Apel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.01.2018

"Mit erzählerischer Leichtigkeit bringt uns Ricarda Huch das 19. Jahrhundert nahe. Fast wie ein Roman."
Thomas Gralla,
rbb Fernsehen - zibb-Reihe "Die Vorleser", 19.02.2018

"Huchs schöne Bücher zu „Blütezeit“ und „Ausbreitung und Verfall der Romantik“ (1899 und 1902) hat Tilman Spreckelsen nun in einem Band neu herausgegeben. (...) Ricarda Huch also weist den Vorwurf des Rückwärtsgewandten entschieden und mit stupender Sachkenntnis zurück. Ihr Darstellungsansatz lässt diese „blühende“ Geistesströmung vielmehr nutzbar erscheinen für die Definition eines neuen epochalen Bewusstseins. Romantik bedeutet Moderne."
Harro Zimmermann, Frankfurter Rundschau, 08.03.2018

"Brillant belesen und von unschlagbarer Wissensparathaltung spinnt Huch Seite um Seite einen äußerst persönlichen Faden um den Beginn, die Blütezeit und den Niedergang dieser bedeutenden Epoche. (...) Schön, dass es in neuer Aufmachung glänzen darf."
Jonis Hartmann, Fixpoetry, 07.04.2018

"Ein alter, so gut wie vergessener Band einer fast vergessenen Autorin, beinah hundertzwanzig Jahre alt und noch immer ein Juwel, feiert in der Anderen Bibliothek seine glanzvolle Wiederkehr. (...) Hier ist ein Buch, das von seiner Frische nichts verloren hat."
Klaus Bellin, neues deutschland, 07.05.2018

"Ricarda Huch, selbst Dichterin, vermag in ihrem Text das laute Herzklopfen von damals noch einmal hören lassen."
Katrin Schumacher, MDR Kultur, 07.05.2018

"Es liest sich ganz wunderbar. (...) Wichtig ist, dass sie ganz glasklar, sehr mutig und sehr unprätentiös einem diese Epoche vorführt. Herrlich!"
Pieke Biermann im Gespräch auf radio eins - die literaturagenten, 07.01.2018

"Auch ihr Werk über die Romantiker ist konkurrenzlos, sehr fundiert und sprachlich auf einem Niveau, von dem manch heute gefeierter Autor nur träumen kann."
Uwe Raum-Deinzer, Moviestar, 6-2017

"Oft kommt es einem so vor, als wäre Huch selbst dabei gewesen. Ihre Darstellung lebt von einer inhaltlich-thematischen Breite, die bis heute beeindruckt."
Mathias Iven, Wist - Der Literaturladen, 17.01.2018

 

 

Ricarda Huch (1864–1947) entstammte einer Braunschweiger Händlerfamilie und ging mit 22 Jahren nach Zürich, wo sie als eine der ersten deutschen Frauen überhaupt an der Philosophischen Fakultät promovierte und mit der Veröffentlichung von dramatischen Arbeiten und Romanen begann. Ihre geschichtswissenschaftlichen Werke haben die Historikergeneration um Golo Mann nachhaltig beeinflusst. Aufgrund ihrer Darstellungen der deutschen Geschichte versuchten die Nationalsozialisten Ricarda Huch zu vereinnahmen.
Am 9. April 1933 schrieb sie in einer Austrittserklärung an den Präsidenten der Preußischen Akademie der Künste: »Was deutsch ist und wie Deutschtum sich betätigen soll, darüber gibt es verschiedene Meinungen. Was die jetzige Regierung als nationale Gesinnung vorschreibt, ist nicht mein Deutschtum. Die Zentralisierung, den Zwang, die brutalen Methoden, die Diffamierung Andersdenkender, das prahlerische Selbstlob halte ich für undeutsch und unheilvoll.«
Ihre letzten Lebensjahre widmete sie der Arbeit an einem Gedenkbuch mit den Biographien deutscher Widerstandskämpfer.

Die Romantik. Ausbreitung, Blütezeit und Verfall

Wir empfehlen außerdem:

Henriette Herz in Erinnerungen, Briefen und Zeugnissen

Henriette Herz und ihr literarischer Salon waren weit über die Grenzen Berlins hinaus bekannt: »Wer den Gens'darmenmarkt und Madame He ...
Mehr
Henriette Herz in Erinnerungen, Briefen und Zeugnissen
40,00 EUR
erschienen: 11.2013
Originalausgaben
1 x 'Henriette Herz in Erinnerungen, Briefen und Zeugnissen' bestellen Warenkorb

Stölzel, Simone

Nachtmeerfahrten

Eine literarische Reise durch die dunkle Seele der Romantik – von Lüsten, Wahn und anderen Zwängen. Die Visionen der Romantik h ...
Mehr
Nachtmeerfahrten
36,00 EUR
erschienen: 02.2013
Originalausgaben
1 x 'Nachtmeerfahrten' bestellen Warenkorb