Iso Camartin
Die Kunst des Lobens

Iso Camartin

Die Kunst des Lobens

Zur Rhetorik der Lobrede

Die öffentliche Redekunst ist der Gegenwart abhandengekommen – die Kunst des Lobens erst recht.

Die Lobrede hat eine bis in die Antike zurückreichende Tradition. Die Griechen entwickelten eine "Rhetorik der Lobrede", die bei Platon begann und bei Aristoteles ihre höchste Ausbildung erhielt. Cicero, die Rhetoriker des Mittelalters, Erasmus von Rotterdam, Shakespeare oder die französischen Enzyklopädisten setzten die Tradition fort. Iso Camartin knüpft an solche "Lobredner" an, stellt ihre Rhetorik dar, empfiehlt sie uns zur Nachahmung und wendet sie an – in schönster Eloquenz. Er ist ein Meister der geistvoll gelehrten und vergnüglichen Eloge.

Unter den geehrten Lyrikern, Erzählern, Gelehrten, Essayisten und Künstlern finden sich Hilde Domin, Durs Grünbein, Adolf Muschg, Martin Walser, Urs Widmer, Octavio Paz, Peter von Matt, Roberto Calasso, Wolf Lepenies, Peter Wapnewski, Franz Schuh, Nike Wagner, Luc Bondy, Siegfried Unseld, Daniel Keel und viele andere – ein Geistesspektrum.

„Nur jene Lobreden taugen etwas, die unter den Anwesenden ein Glücksgefühl des Begreifens und des Einfühlens verbreiten. Ohne diesen ansteckenden Enthusiasmus wird jede Feierstunde zum Ritual, das nichts als absehbare und langweilige Konvention verströmt.“ – Iso Camartin
 

Iso Camartin, Jahrgang 1944 und ein in Chur geborener rätoromanischer Schweizer, ist ein Homme de lettres par excellence, ein Publizist und Essayist mit einer Vielzahl von Büchern, der in Zürich lebt.
Von 1974 bis 1977 arbeitete er am Center for European Studies der Harvard University, von 1985 bis 1997 war er ordentlicher Professor für rätoromanische Literatur und Kultur an der ETH Zürich sowie an der Universität Zürich. Von 2000 bis 2003 leitete er die Kulturabteilung des Schweizer Fernsehens und von 2004 bis 2012 die "Opernwerkstatt" am Zürcher Opernhaus.
Zuletzt erschien von ihm: "Bin ich Europäer? Eine Tauglichkeitsprüfung", "Im Garten der Freundschaft. Eine Spurensuche" und "Opernliebe. Ein Buch für Enthusiasten" (C. H. Beck, München, 2006, 2011, 2014).

Die Kunst des Lobens