Anita Albus
Die Kunst der Künste

Albus, Anita

Die Kunst der Künste

Erinnerungen an die Malerei

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Rückblick auf eine verschwundene Kunst.*Es war einmal eine Zeit, in der die Wissenschaft als Kunst und die Kunst als Wissenschaft galt. Im Rangstreit der Sinne triumphierte das Auge über das hörige Ohr, und die Malerei stellte sich als Kunst der Künste dar. Ziel der Maler war die Versöhnung des Sinnlichen mit dem Intelligiblen, ihr Wunsch: wie der liebe Gott im Detail zu verschwinden.*Anita Albus beschreibt die Entfaltung der augentäuschenden Malerei des 15., 16. & 17. Jahrhunderts am Beispiel weniger Werke großer und kleiner Meister diesseits der Alpen. Als Wissenschaftlerin steht sie in der Tradition Panofskys; als Malerin sieht sie Dinge, die noch niemand wahrgenommen hat; als Erzählerin weiß sie auch das Abstrakte anschaulich und spannend zu schildern. Ihre Methode setzt, wie die Schichtentechnik der alten Malerei, die Fähigkeit, verschiedene Ebenen zu unterscheiden, und die Gabe der Synthese voraus.*Der Sichtbarkeit des Unsichtbaren in der Kunst Jan van Eycks, seiner Optik, Perspektive, Maltechnik und Philosophie sind die ersten zwölf Kapitel des Buches gewidmet. Die Schilderung der Genres »Waldlandschaft«, »Stilleben« und »Waldboden« nimmt den zweiten Teil ein. Zwischen Schmetterlingen, Hummeln und Libellen tritt Vladimir Nabokov als Zeuge dafür auf, dass in der Literatur fortlebt, was in den bildenden Künsten zum Verschwinden verurteilt war. Nach einem Blick auf die Gegenwart der Vergangenheit und einigen Mutmaßungen über ihre Zukunft werden im dritten Teil die farbigen Körper der Pigmente ins Licht gerückt, die im 19. Jahrhundert der Malmittelfabrikation zum Opfer fielen.

Anita Albus lebt als Autorin und Malerin in München und in Burgund. Für die Andere Bibliothek hat sie Porträts aus dem 19. Jahrhundert von Jules und Edmond de Goncourt übersetzt (Blitzlichter. Nördlingen 1989) und Werke von Rudolf Borchardt und Claude Lévi-Strauss illustriert (Der leidenschaftliche Gärtner und Die eifersüchtige Töpferin. Nördlingen 1987). Ihre weiteren Publikationen: Der Garten der Lieder (1972); Eia popeia etcetera (1974); Das botanische Schauspiel (1987); Farfallone (1989); Liebesbande (1993).

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