Miguel de Cervantes
Die Irrfahrten von Persiles und Sigismunda

Miguel de Cervantes

Die Irrfahrten von Persiles und Sigismunda

Aus dem Spanischen übersetzt und mit kommentierenden Anmerkungen versehen von Petra Strien. Mit einem Nachwort von Gerhard Poppenberg

Die Irrfahrten von Persiles und Sigismunda ist 2016 anlässlich des 400. Todestages von Miguel de Cervantes in einer neuen Übersetzung erschienen. Drei Tage vor seinem Tod beendete er die Arbeit an diesem Werk, er selbst hielt es für sein bestes. 

Die Irrfahrten von Persiles und Sigismunda erzählt die Geschichte zweier Liebender, die gemeinsam vor den Heiratsplänen ihrer Familien fliehen und auf dieser Flucht verschiedene Abenteuer erleben. Der schöne Königssohn Persiles von Thule und die schöne Königstochter Sigismunda von Frislandia – ihre Herkunft und ihre Namen werden erst auf den letzten Seiten des Romans offenbart – werden in der Barbarei des Nordens von einer Insel zur nächsten verschlagen, von Korsaren geraubt, verhext, ausgesetzt, entführt, zum Opfertod bestimmt und auf wunderbare Weise wieder befreit. Sie erleiden Schiffbruch, bestehen Abenteuer, werden voneinander getrennt, durch ein günstiges Schicksal wieder zusammengeführt und gelangen schließlich an die Küste von Portugal, von wo aus sie auf dem Landweg und durch ein weit weniger gefahrvolles und weniger mystisch-nebliges Land ihre christliche Pilgerfahrt fortsetzen. Denn ihr Ziel ist Rom, das Zentrum der katholischen Welt, wo sie die Bestätigung ihres wahren Glaubens und zugleich, nach letzten Fährnissen, ihr privates Glück finden.

Auszeichnungen:

Die Übersetzerin Petra Strien erhält den Johann Friedrich von Cotta-Literatur- und Übersetzungspreis 2017, hier die Begründung der Jury.
Zudem wurde sie mit "Die Irrfahrten von Persiles und Sigismunda" für den Preis der Leipziger Buchmesse  2017 nominiert. Die Begründung der Jury: "Der abenteuerlich-fantastische Liebes- und Pilgerroman aus dem Jahr 1617, den der Verfasser des Don Quijote als sein bestes Werk ansah, ist bei uns noch nahezu unbekannt. In Petra Striens präziser und geschmeidiger Neuübersetzung wird er zur bezaubernden Entdeckung."

Die Darmstädter Jury hat den Band zum Buch des Monats im August 2016 gewählt. Aus der Begründung des Jurymitglieds Oliver Jungen: "Die souverän sichere Übersetzung, eine kluge Auswahl von Anmerkungen, das kenntnisreiche Nachwort von Gerhard Poppenburg und die bibliophile Aufmachung machen aus dieser Neuauflage eines zu Unrecht halbvergessenen Klassikers ein buchgeschichtliches Ereignis."

 

" ... der geniale Gegenentwurf zum "Quijote ..."" Reinhard J. Brembeck, Süddeutsche Zeitung, 22.04.2016

"Die mit äußerster Sorgfalt edierte Neuausgabe von Cervantes’ "Irrfahrten von Persiles und Sigismunda" in der Anderen Bibliothek verdient dank der bewundernswert flüssigen Übersetzung Petra Striens und dem weitsichtigen Nachwort Gerhard Poppenbergs mehr als nur Beachtung, nämlich Bewunderung." Martin Grzimek, Deutschlandfunk, Sendung Büchermarkt, 17.04.2016

„… ein prall gefüllter Reiseroman, eine Ansammlung von bunten Abenteuern und vor allem eine großartige Hommage an die Erzählkunst und an die Liebe. (…) Die Protagonisten vereint neben ihrer Abenteuerlust vor allem eins: die Lust am Geschichten erzählen und am Geschichten hören. Das macht das Buch zu einem wunderbaren Lesevergnügen“. Gabriele Knetsch, Bayern 2 - Diwan, 23.04.2016

"Die schlanke, geschmeidige Neuübersetzung des „Persiles“ von Petra Strien erschließt dem deutschsprachigen Leser nach fünf Jahrzehnten dieses bedeutende Erzählwerk des Dichters neu. Eine Sensation!" Oliver vom Hove, Die Presse (Wien), 15.04.2016

"Er übertrifft den „Don Quijote“ noch, er ist so dicht gewebt, so sprunghaft und zugleich harmonisch, dass man als Leser den Eindruck hat, man falle in das Buch hinein und finde nicht mehr heraus." Dirk Pilz, Frankfurter Rundschau, 23.04.2016

„Wer Lust am abenteuerlichen hat, kommt hier auf seine Kosten. Außerdem treibt der Roman ein intelligentes innerliterarisches Spiel, indem er seine Figuren immer wieder überlegen lässt, wie man eine Geschichte erzählen kann. Petra Strien hat „Die Irrfahrten von Persiles und Sigismunda“ in ein elegantes und doch sehr frisches Deutsch übertragen.“ Katharina Borchardt, SWR 2 - Forum Buch, 29.05.2016

"Dieser kunstvoll komponierte Roman ist ein totaler Roman, der den wirklichen Menschen in vielerlei Gestalten im europäischen Großraum von Norwegen bis Italien vergegenwärtigt, ohne an dem Durcheinander irrezuwerden, das sie veranstalten. (...) Cervantes überlässt es Gott, über die verwegenen Freien zu urteilen. Er rückt sie ins Licht und erkennt in jedem Irrenden einen Mitmenschen." Eberhard Straub, DIE ZEIT, 11.08.2016

"Mit den „Irrfahrten von Persiles und Sigismunda“ schloss der spanische Nationaldichter kurz vor seinem Tod 1616 ein weiteres Meisterwerk ab. (...) Der Roman wurde bereits kurz nach Cervantes’ Tod ein großer Erfolg. Und auch heute noch ist die Geschichte beste Unterhaltung." Marc von Lüpke, mare - Die Zeitschrift der Meere, Ausgabe Oktober/November 2016

Die Irrfahrten von Persiles und Sigismunda

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