Henry Charles Lea
Die Inquisition

Lea, Henry Charles

Die Inquisition

Deutsch von Heinz Wieck und Max Rachel. Revidiert und herausgegeben von Joseph Hansen

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Der amerikanische Gelehrte Henry Charles Lea (1825 bis 1909) gehört zu den Klassikern der unorthodoxen Kirchengeschichtsschreibung. Sein Werk über die Geschichte der Inquisition im Mittelalter - großartig in seiner erzählerischen Kraft und der Breite seiner Perspektiven, gründlich in seiner Verarbeitung eines gewaltigen Quellenmaterials - ist in vieler Beziehung bis heute unübertroffen. Lea beschreibt das methodische Vorgehen der Inquisitoren beim Aufspüren von Ketzern und Häretikern, bei deren Verfolgung und Vernichtung als ein System der universellen Überwachung und Gesinnungspolizei, das der Kirche angeblich zur Reinerhaltung des Glaubens, in Wirklichkeit jedoch zur Erhaltung und Festigung ihrer eigenen, irdischen Macht diente. Diese Auswahl vor allem aus dem ersten Band von Leas voluminöser Geschichte der Inquisition im Mittelalter konzentriert sich hauptsächlich auf die Entstehung, Rechtfertigung und Praxis der Inquisition, gleichsam auf die Systematik der Gewissensjustiz.