James Palmer
Der blutige weiße Baron

Palmer, James

Der blutige weiße Baron

Die Geschichte eines Adeligen, der zum letzten Khan der Mongolei wurde

OT: The Bloody White Baron; Aus dem Englischen von Nora Matocza und Gerhard Falkner

Ein Vorschein der blutigen Exzesse des 20. Jahrhunderts.»Mein Name ist so sehr mit Haß und Angst verbunden, daß niemand beurteilen kann, was wahr und was falsch ist, was Geschichte und was Mythos.« Baron von Ungern-Sternberg, 1921
Der Geschichte des 20. Jahrhunderts mangelt es nicht an furchtbaren Despoten. Einer der grausamsten von ihnen ist der 1885 in Graz in eine deutsch-estnische Familie geborene und heute fast vergessene Nicolai Robert Max Baron von Ungern-Sternberg.
Dieser im damaligen Reval aufgewachsene Aristokrat, der Antisemitismus, fromm-fanatischen Buddhismus und einen hasserfüllten Antikommunismus in sich vereinte, sah sich als Krieger-König und Nachfahre eines Dschingis Khan. Mit seiner Truppe aus Weißrussen, Sibirern, Japanern und Mongolen eroberte er 1920 die Mongolei. Während einer 130-tägigen Herrschaft ordnete er an, Kommissare, Kommunisten und Juden zusammen mit ihren Familien zu vernichten. Sein grausamer Kreuzzug gegen den Bolschewismus im russischen Bürgerkrieg sollte den Traum eines frühen Fundamentalisten verwirklichen: ein Großreich, das sich von China bis zum Ural erstreckt.

»Ein großartiges, ein spannendes, ein beunruhigendes Buch.« Thomas Medicus, Süddeutsche Zeitung vom 27.12.2010

»Was [...] das Buch so lesenswert macht, ist die Darstellung dieser gewaltgetränkten Zeit, die Erinnerung an vergessene Kriege, in der das menschliche Leben, auch das eigene, keinen Wert besitzt.« Günther Wessel, Deutschlandradio Kultur vom 28.12.2010

»Der Erstling ... ist mehr als ein Baustein für das Verständnis der Zwischenkriegszeit, er ist eine Art missing link, vor alem, was die historischen Vorgänge jener Zeit in Zentralasien betrifft.« Erik von Grawert-May, Deutschlandradio "Lesart" vom 03.04.2011

»ein packender historischer Schmöker [...] Jetzt hat der englische Reiseschriftsteller James Palmer den Blutigen weißen Baron in einer neuen, brillanten Biografie aus dem Sumpf der Mythen und Gerüchte befreit.« Martin Halter, Tages-Anzeiger vom 22..11.2010

»... ein Erzählton, der sachlich und fesselnd, analysierend und plastisch zugleich ist. Ganz nah bleibt der Autor bei seinem Gegenstand und zeichnet das Porträt eines abgründigen Menschen, ohne in psychologisch-analytische Spekulationen zu verfallen.« Steffen Georgi, Leipziger Volkszeitung vom 01.04.2011

»Palmer beschreibt in seinem brillanten Buch [...] die brutale, chaotische Welt der zwanziger Jahre« Georg Patzer, Stuttgarter Zeitung vom 12.11.2010

»Der Brite James Palmer hat jetzt eine vorzügliche Biografie dieses zutiefst seltsamen Mannes vorgelegt.« Jürgen Feldhoff, Lübecker Nachrichten vom 12.12.2010

»... ein faszinierendes Zeitbild ...« Walter Titz, Kleine Zeitung Graz vom 16.04.2011

James Palmer wurde 1978 geboren und für seinen meisterhaften Reisejournalismus in bester angelsächsischer Tradition mehrfach ausgezeichnet. Er lebt in Peking. Der blutige weiße Baron ist seine erste, 2008 in England erschienene Buchveröffentlichung.

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