Fritz Rudolf Fries
Der Weg nach Oobliadooh

Fries, Fritz Rudolf

Der Weg nach Oobliadooh

Roman

Mit einem Essay über »Fritz Rudolf Fries, den Jazz und die DDR« beigegeben von Helmut Böttiger

Fritz Rudolf Fries war einmal ein berühmter Schriftsteller.
Sein erster Roman: ein früher avantgardistischer Höhepunkt aller Literatur der DDR.
»Zwar haben wir es nicht mit einem Jazz-Roman zu tun, aber doch mit einem Roman voller Jazz, und das in einem Maße, wie es seitdem in keinem deutschen Roman wieder vorkommt…, eines der bemerkenswertesten Bücher der deutschen Nachkriegsliteratur.« Jazzzeitung 2010
Der Weg nach Oobliadooh, das virtuose Romanschelmenstück des damals 31-jährigen Fritz Rudolf Fries, führte nicht in die realsozialistischen Niederungen, sondern in die sprachartistischen Höhen der Literaturmoderne.
»I knew a wonderful princess in the land of Oo-bla-dee« – aus einer Songzeile des Bebop-Jazzers Dizzy Gillespie stammt das rebellische Sehnsuchtsmotiv zweier Außenseiter: Phantasie ohne Grenzen.
Es scheint heute fast noch weniger vorstellbar als damals, dass dieser Roman in der DDR verfasst werden konnte, schreibt Helmut Böttiger in seinem großen Essay über Der Weg nach Oobliadooh. Der passte weder so richtig in die Zeit im Osten noch in diejenige im Westen – es ist Zeit, diesen fulminanten Roman wiederzuentdecken.

«Eine Huldigung an den Jazz und die Tradition der Klassische Moderne.» Stefan Tolksdorf, Badische Zeitung vom 10.11.2014

«Die Andere Bibliothek nahm dieses wichtige Werk in einer schönen bibliophilen Ausgabe in ihr anspruchsvolles Programm auf ..., versehen mit einem informativen und einfühlsamen Nachwort des Literaturkritikers und Essayisten Helmut Böttiger, der sich seit Jahren mit Fritz Rudolf Fries befasst.» Dietrich Schlegl, Jazz Podium, Juli 2013

«Mit der Neuausgabe des 1966 erschienenen Kultromans Der Weg nach Oobliadooh ist eines der verrücktesten und literarisch eigenwilligsten aller je in der ehemaligen DDR geschriebenen Bücher wiederzuentdecken – ein Liebes-, Jazz- und Schelmenroman aus dem Leipzig der 50er Jahre.» Hans Ulrich Probst im Gespräch mit Helmut Böttiger am 6. Januar 2013 von 11-12 Uhr auf Radio SRF 2 Kultur, die ganze Sendung zum Anhören finden Sie hier.

«Ach wie schön, dass dieses Meisterwerk, mit einem vorzüglichen Nachwort von Helmut Böttiger, wieder aufgetaucht ist.» Wilfried F. Schoeller, Tagesspiegel vom 23.12.2012

»Ein Meisterwerk der fantastischen Literatur« Cornelia Staudacher, Deutschlandfunk vom 17.12.2012

»Mit überbordender Sprache karikiert Fries die kulturpolitische Parole von der "Ankunft im Alltag". Ein Klassiker von 1966!« Maike Albath, Die Welt vom 08.12.2012

»Es taucht gerade ein Buch wieder auf, das seine Tonspur in alle Himmelsrichtungen schickt, sobald man es aufklappt: 'Der Weg nach Oobliadooh' von Fritz Rudolf Fries.« Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung

»Was für eine Sprache! Was für ein Rhythmus! Nach den ersten Seiten von Fritz Rudolf Fries' Roman "Der Weg nach Oobliadooh" ist eine kleine Pause nötig. Ein Innehalten, um sich zu vergewissern, dass dies ein Roman ist, dass dies ein Stück deutsche Literatur ist, die in der DDR geschrieben wurde, aber in der Bundesrepublik erschienen ist.« Andreas Oppermann-Blog, 16.10.2012

»Ein Text wie eine ausgedehnte Jazz-Improvisation, wie ein Rausch, der die Grenzen zwischen Tag und Nacht, Realität und Phantasie, verschwimmen lässt: Assoziativ, ekstatisch, wild und überraschend. Atemlos, wagemutig, experimentell und bilderreich.« Wolfgang Rumpf, Radio Bremen »Musikzeit« im August 2012

 

Fritz Rudolf Fries, geboren 1935 im spanischen Bilbao, kommt mit seiner Familie 1942 nach Leipzig, wo er als Hispanist seine Studien beschließt; als Übersetzer, Dolmetscher und Assistent an der Akademie der Wissenschaften tätig, verliert er 1966 nach der Veröffentlichung seines Debütromans seine Anstellung – ihm bleibt die freie Autorschaft: Der Umfang seines Erzähl- und Romanwerks wird noch überboten durch die Vielzahl der Übersetzungen großer Autoren der spanischen und lateinamerikanischen Literatur; dazu gehört das Jahrhundertwerk »Rayuela« von Julio Cortázar. 1996 wurde bekannt, dass Fritz Rudolf Fries 1976 seine Unterschrift als IM für die Stasi gegeben hatte, nachdem er zehn Jahre lang, seit der Veröffentlichung von Oobliadooh, bearbeitet und observiert worden war. Das gilt bis heute als Skandalon. Fritz Rudolf Fries lebt zurückgezogen in Petershagen, vor den Toren von Berlin.

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