Tudor Arghezi
Der Friedhof

Arghezi, Tudor

Der Friedhof

Roman

Aus dem Rümanischen von Roland Erb

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»Es hatte sich ergeben, daß der scheußlichste Mann der Epoche gleichzeitig der Inhaber der umfassendsten Vollmachten zum Herauspressen von Millionen des Staatsetats war. Selten ist eine so erschreckend vom menschlichen Urbild abweichende Gestalt zutage getreten.« Nicht von Ceausescu ist hier die Rede, denn Arghezis phantastischer Roman stammt aus dem Jahre 1936. Doch die paranoische Welt, die er entwirft, ist fünfzig Jahre später Wirklichkeit geworden.
Was als Satire beginnt, entwickelt sich zum Totentanz, zur Höllenvision, zur metaphysischen Revolte. Ein so maßloses Projekt verlangt dem Autor ganz ungewöhnliche Mittel ab. So ist Arghezi zum Entdecker geworden. Unter seinen Händen hat sich das Rumänische in einen Dialekt der modernen Weltliteratur verwandelt, der dem Irischen eines James Joyce oder dem Deutschen eines Alfred Döblin an Kühnheit kaum nachsteht.