Robert Byron
Der Berg Athos

Robert Byron

Der Berg Athos

Reise nach Griechenland

Auf dem heiligen Berg Athos ist die Zeit seit dem byzantinischen Reich stehen geblieben – von dort berichtet der exzentrische Klassiker der europäischen Reiseliteratur mit scharfer Zunge und britischem Witz.

Im Privatabteil eines Nachtzugs durch Frankreich und in der ersten Klasse eines Dampfschiffs von Marseille weiter nach Piräus: Robert Byron reist standesgemäß. Er ist gerade 22 Jahre alt und hat soeben sein erstes Buch veröffentlicht, Europa 1925, für das er sich auf die Grand Tour von London über Deutschland und Italien bis nach Griechenland begeben hat. Noch immer steht er ganz unter dem Bann der Eindrücke seines Reiseziels, der Schätze byzantinischer Kunst in dem Land, das einst Hellas hieß. Mit Freunden aus Oxford bricht er erneut auf und reist diesmal auf die Athos-Halbinsel, das spirituelle Herz des orthodoxen Christentums.
Der Mönchsrepublik auf dem Heiligen Berg widmet er seine ganze Beobachtungsgabe. Sie entdecken vor der Öffentlichkeit und dem Zeitgeschmack verborgene Kunstwerke aus byzantinischer Zeit, die jahrhundertealten Riten und die monastische Tradition einer abgeschottet lebenden Bruderschaft, die nicht nur Frauen seit Urzeiten den Zutritt zu ihrem Heiligtum verwehrt.
Für Robert Byron werden die Ostkirche und ihre Überlieferung, die byzantinische Kunst und die orthodoxen Riten zum ästhetischen Ideal, das er dem Geist und der Mode seiner Zeit entgegenhält. Sein bissiger, bisweilen selbst ironischer, häufig gnadenlos aburteilender Blick erschließt uns eine kleine Welt im Verborgenen.
Von Gelehrtenprosa ist sein Stil weit entfernt. Byron popularisiert in seinen kritischen Beobachtungen zu Ästhetik, Architektur und Traditionen bildender Kunst den »guten Geschmack«. Seinen Snobismus sieht man diesem jungen Briten dabei gerne nach: Er ist das Salz seiner Beschreibungskunst.

 

Geboren 1905 in Wembley, studierte Robert Byron in Eton und Oxford – wurde aber von der Universität verwiesen. Seine umfassenden Kenntnisse in der Kunst- und Architekturgeschichte erwarb er auf seinen Reisen. 1926 veröffentlichte er sein erstes Reisebuch: Europa 1925 (Die Andere Bibliothek, Band 373), 1937 sein letztes Buch, Der Weg nach Oxiana (Die Andere Bibliothek, Band 237), das zum zeitlosen Klassiker der Reiseliteratur wurde. 1941 war er an Bord eines Schiffes, das auf dem Weg nach Persien torpediert wurde. Byron befand sich unter den 52 vermissten Passagieren und Besatzungsmitgliedern.

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Robert Byron

Europa 1925

Der Weg nach Oxiana ist Robert Byrons Klassiker. Sein erstes Buch haben wir noch nie gelesen.

Europa 1925
42,00 EUR
erschienen: 12.2015
Originalausgaben
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