Konstantin Paustowskij
Der Beginn eines verschwundenen Zeitalters

Paustowskij, Konstantin

Der Beginn eines verschwundenen Zeitalters

Aus dem Russischen von Gudrun Düwel und Georg Schwarz

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Paustowskijs berühmte Autobiographie erreicht ihren dramatischen Höhepunkt mit dem Ausbruch der Februar-Revolution. Dieses Ereignis überrascht im Kiew des Jahres 1917 einen ahnungslosen fünfundzwanzigjährigen Taugenichts ohne festen Beruf, der im Ersten Weltkrieg seine Haut als Sanitäter gerettet hat und nun in den Strudel einer Umwälzung gerät, bei der man jederzeit aus reinem Zufall erschossen werden kann.
In den Wirren des Bürgerkriegs landet Paustowskij in Isaak Babels Odessa, wo er die panische Flucht der weißen Emigranten miterlebt. Nach der Blockade der Stadt tritt eine große Stille ein, und in Jalta und Batumi erlebt der angehende Schriftsteller Momente einer trügerischen Idylle.
Paustowskij ist alles andere als ein Ideologe. Er versteht sich nicht als Akteur, sondern als Zuschauer des welthistorischen Dramas. Die atmosphärische Dichte seiner Erzählung, seine Fähigkeit, große Ereignisse en miniature zu beschreiben, und vor allem eine unerklärliche Heiterkeit machen eine verschwundene Zeit lebendig, ohne die auch das heutige Russland nicht zu verstehen ist.

Konstantin Georgiewitsch Paustowskij ist 1892 in Moskau geboren und ebendort 1968 gestorben. Er führte lange Zeit ein vagabundierendes Dasein, bis er sich schließlich 1925 als Schriftsteller behaupten konnte. Sein Hauptwerk ist sicherlich die »Erzählung vom Leben«, eine Autobiographie in sechs Bänden.