James R. Gaines
Das musikalische Opfer

Gaines, James R

Das musikalische Opfer

Johann Sebastian Bach trifft Friedrich den Großen am Abend der Aufklärung

Aus dem Englischen von Reinhard Kaiser.

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»Eine Welt bricht aus den Fugen«
Als Johann Sebastian Bach im Jahr 1747 einer Einladung des jungen Königs von Preußen folgte, der noch nicht als »Friedrich der Große« in den Geschichtsbüchern zur Marmorbüste erstarrt war, begegneten sich in Potsdam zwei unvereinbare Charaktere – der eine ein tiefgläubiger Protestant mit schier göttlichen Gaben, der andere ein zynisch- machiavellistischer Herrscher und aufgeklärter Monarch. Einzig Friedrichs Liebe zur Musik öffnete ein Fenster in eine andere, bessere Seite seines Wesens. Bach verblüfft den kompositorisch dilettierenden Gastgeber mit fugalen Improvisationen über ein königliches Thema – bis der König ihn bittet, eine sechsstimmige Fuge zu extemporieren.
An dieser Stelle setzt das meisterhafte historische Sachbuch des amerikanischen Publizisten Gaines ein – als Doppelbiographie eines musikalischen und eines militärischen Genies, die zugleich gelesen werden kann als die Geschichte eines kulturellen Konflikts zwischen Religion und Aufklärung, zwischen Glauben und kalter, rationalistischer Skepsis. Das Erbe der Reformation und die machtpolitischen Herausforderungen der Neuzeit diktieren die Dramaturgie dieses fesselnden Buches, dessen literarische Architektur selbst einer Fuge gleicht.

»So verpackt wird Bildung zum Vergnügen!« Christiane Irrgang, NDR Kultur vom 1.10.2008

»Dabei beschränkt er sich nicht auf musiktheoretische, kulturgeschichtliche oder biografische Aspekte, sondern sorgt mit einfachen Worten und unangestrengten Sätzen für ein umfassendes Bildungserlebnis.« Karim Saab, Märkische Allgemeine, 11.10.2008

»Die alten großen Fragen werden in dieser Musik-Geschichte, denn es ist eine Geschichte, die aus der Musik kommt, bedacht und beschrieben. Ein außerordentliches Buch, eine glänzende Darstellung, eine schöne Opfergabe an die Musik.« Klaus Walther, Lesart, 3/2008

»Eine kluge historische Fiktion ...« Vanity Fair, 9. Oktober 2008

»Neben den tiefen Einblicken in das Leben zweier bedeutender Männer überzeugt Gaines Werk durch die vielen gedanklichen Anregungen, die seine Lektüre liefert.« Eclipsed, 11/208

»Am Beispiel beider Männer wird das 18. Jahrhundert , seine Politik und seine Musik(entwicklung) lebendiger, als einem Laien wie mir Lehrbücher vermitteln könnten, und das in leichtem Ton, in eleganter und trotzdem verständlicher Sprache — bei einem derart komplexen Thema hoch verdienstvoll. (...) Ich bin begeistert.« Ellen Pomikalko, Buchmarkt vom 01.10.2008

»James R. Gaines meisterhaftes Buch schildert die Begegnung Bachs mit dem Preußenkönig am Abend der Aufklärung. Das Erbe der Reformation und die machtpolitischen Herausforderungen der Neuzeit diktieren die Dramaturgie dieses klugen Buches. Unbedingt lesen!« Deutschlandradio Kultur, 3. Oktober 2008

"Locker, unspekulativ und klug stellt Gaines die Zeitenwende zwischen Barock und Aufklärung, Reformation und Neuzeit vor, führt aus den kleinen Residenzstädten an den preußischen Hof, erzählt von schlichten Lebensbedingungen, von Kunst und Musik: kein Musikbuch, sondern ein fast musikalisch konzipiertes Doppelportrait.« Badische Neueste Nachrichten vom 28.10.2008

"Aus dem Königlichen Thema entwickelt Gaines komplementäre oder kontrastierende Gedanken, die er über eine Reihe von Variationen verändert und untersucht. Mit den Mitteln des Kontrapunktes verfertigt er ein Kunststück zum Lobe Bachs und weiht ihm ein beziehungsreiches "Musikalisches Opfer", zu dem auch er sich von dem großen König überreden ließ ... James R. Gaines hat ein ungemein geistreiches Buch geschrieben.« Eberhard Straub, Die Welt vom 8.11.2008

»Hohes intellektuelles Vergnügen und gleichzeitig tiefgreifende Information« Studiosus Reiseleiter-Rundschreiben, 1. Januar 2009

»Mit der Gegenüberstellung des frommen musikalischen Genies von Bach und des ebenfalls begabten aber störrischen, aufgeklärten und klugen König Friedrich des Großen umfasst die Doppelbiographie beider Männer ein umfangreiches Kapitel deutscher Geistes- und Herrschaftsgeschichte. Neben den theoretischen Details aus Geschichte und Musik sind es wissenswerte Erkenntnisse über die Charakterentwicklung von Friedrich dem Großen, die man mit Faszination und Staunen zur Kenntnis nimmt. Gaines schreibt in einem wunderbar lockeren, leichten und eingängigen Stil, so dass man sofort mitten im Leben der damaligen Zeit ist.« Claudine Borries, amazon.de, 8. August 2008

James R. Gaines, geboren 1947, hat eine vielversprechende Karriere als Pianist zugunsten einer journalistischen Laufbahn aufgegeben - zunächst bei Saturday Review, Newsweek und People, später als Herausgeber und Chefredakteur des Time-Life Magazine. Sein Interesse für Politik und Kulturgeschichte hat er auch als Autor verschiedener Sachbücher genutzt. James R. Gaines lebt mit seiner Familie in Paris.