Wiliam M. Thackeray
Barry Lyndon

Thackeray, William M

Barry Lyndon

Roman

Übersetzt aus dem Englischen von Otto Schmidt, herausgegeben von Sigrid und Günter Klotz

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The Memoirs of Barry Lyndon, Esq. ist Thackerays radikalster Roman. Weltberühmt wurde er, über ein Jahrhundert nach seinem Erscheinen, erst durch Stanley Kubricks Verfilmung. Es fehlt ihm ganz die viktorianische Behäbigkeit. Er spielt im gewalttätigen 18. Jahrhundert und handelt vom Untergang des Ancien régime in Europa. Doch der rosige Realismus des historischen Romans wird hier gründlich sabotiert, und zwar durch die Perspektive des Helden, der zugleich der Erzähler seiner eigenen Karriere ist.
Barry Lyndon nämlich ist nicht nur ein typischer Pikaro, ein Abenteurer, Mitgiftjäger, Hasardeur, Hochstapler und Verschwender. Er ist vor allem ein unverbesserlicher Mythomane, der dreist und selbstgefällig an seine eigenen Lügen glaubt. Ein frühes Beispiel satirischer Rollenprosa also, die uns als Leser dauernd aufs Glatteis führt.