Domingo Faustino Sarmiento
Barbarei und Zivilisation

Sarmiento, Domingo Faustino

Barbarei und Zivilisation

Das Leben des Facundo Quiroga

Ins Deutsche übertragen und kommentiert von Berthold Zilly

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Er hat Toqueville bewundert, Borges wiederum ihn: Domingo Faustino Sarmiento hat mit »Barbarei und Zivilisation« eines der irritierendsten und faszinierendsten Bücher der Literaturgeschichte geschrieben, »ein seltsames Buch, ein Buch ohne Kopf und ohne Füße, ein gegen das Haupt der Tyrannen geworfenes Felsstück«, so er selbst. Das Buch ist eine phantasievolle Mischung aus Roman, Räuberbiographie, Landeskunde, Kampfschrift, Gedicht und geschichtsphilosophischem Essay, ein vielgestaltiges Monstrum. Weniger ein Büch über Argentinien als ein Buch, das Argentinien ist.

Kernstück sind das Leben und der gewaltsame Tod des »Tigers der Pampa«, des vom Banditenführer zum Provinzregenten aufgestiegenen, instinktgetriebenen Machtmenschen Facundo Quiroga. Ein Mann, dessen Faszination bis auf den heutigen Tag spürbar bleibt - und die man erstmalig in einer deutschen Übersetzung spüren kann.

Domingo Faustino Sarmiento (1811-1888) war Schriftsteller, Pädagoge und Politiker. Er stammte aus einfachen Verhältnissen, mußte wegen seines politischen Engagements mehrmals nach Chile auswandern. Später war er argentinischer Botschafter in Washington und 1868-1874 argentinischer Staatspräsident.