Rölleke, Heinz und Schindehütte, Albert

Es war einmal

Die wahren Märchen der Brüder Grimm und wer sie ihnen erzählte

Herausgegeben von Heinz Rölleke und Albert Schindhütte. Illustration von Albert Schindehütte

Wer hat den Brüdern Grimm was, wann und wie erzählt?
Vor knapp 200 Jahren erschienen ihre Kinder- und Hausmärchen in der ersten - und weitgehend unbekannten - Fassung. Der neue opulente Sonderband der ANDEREN BIBLIOTHEK macht diese Erstfassung wieder zugänglich - und erzählt die Geschichten der bisher so gut wie namenlosen Zuträger.

Seit ihrem Erscheinen vor 200 Jahren sind die von Jacob und Wilhelm Grimm gesammelten Märchen das meistaufgelegte, meistübersetzte und bekannteste Buch in der deutschen Literaturgeschichte geworden - ein Bestseller und längst Bestandteil der Weltliteratur. Aber während die beiden Philologenbrüder ihre literarischen Quellen benannten, machten sie zu den mündlich oder handschriftlich zugekommenen Märchen lediglich vage oder namenlose Angaben. Der Kreis der zumeist jungen Zuträger blieb weitgehend anonym.
Nur in der hier editierten Erstfassung von 1812 können wir noch die Märchen dieser Zuträger hinter den Märchen lesen, scheint der Dialog zwischen Erzählern und Sammlern noch durch. In den späteren und gefälligeren Fassungen wird das ursprüngliche Repertoire der Beiträger immer unkenntlicher. Heinz Rölleke erlöst die Erzähler hinter den Märchen, die im Gewand ihrer Märchen längst weltbekannt wurden, aus ihrer Anonymität und gibt 25 von ihnen den Namen zurück - woher stammten sie und über welches Repertoire verfügten sie, woher kannten sie ihre Stoffe? Heinz Rölleke schenkt den wundersamen Sirenen, die die Märchen zuflüsterten, wieder ihre Stimme.
Albert Schindehütte, ebenfalls ein großer Kenner des Grimm’schen Werkes und seit 1997 als ihr Gründer in der Schauenburger Märchenwache für sie tätig, umkleidet die Märchen mit seinen prächtigen und farbigen Kalligraphien.

»Rölleke's careful philological work has laid the basis for most of the important scholarly work on the Grimm's tales in the late twentieth century and early twenty-first. ... Es war einmal is filled with Schindehütte's unique illustrations of the Grimms themselves...« Jack Zipes, Marvels & Tales 27 (2013)

»Die wichtigsten Ergebnisse zur Editions- und Quellengeschichte der Märchen sind dem Grimm-Experten und Volkskundler Heinz Rölleke zu verdanken, der sie im wunderschönen Einführungs- und Sammelband Es war einmal ... Die wahren Märchen der Brüder Grimm anschaulich darstellt.« Viola Balduan, Allgemeine Zeitung Mainz vom 20.12.2012

»Ali Schindehütte ist der bedeutendste Grimm-Illustrator der Zeit, der Foliant Es war einmal... ist eine Kostbarkeit aus Schriftkunst und Tuschezeichnungen, aus grimmschen Märchen und editorischen Essays des Grimmforschers Heinz Rölleke« Matthias Matussek, Der Spiegel 51/2012

»Der aufwendig gestaltete Band enthält die Texte in ihrer ersten Fassung, er erzählt die Biografien der insgesamt 25 Beiträger und zitiert aus der jeweiligen Korrespondenz. In den Zeichnungen von Albert Schindehütte spiegelt sich eine Märchenwelt, die vom Komischen bis zum Bizarren reicht, also nichts von jener harmlosen Gefälligkeit hat, wie wir sie aus Bilderbüchern kennen.« Ulrich Greiner, Die Zeit am 09.02.2012

»Aber es ist eben kein weiteres Buch mit den üblichen Märchen, sondern ein Band, der erstmals jenen bisher meist ungenannten Menschen ein Denkmal setzt, von denen Wilhelm und Jacob Grimm die Märchen empfangen haben. Dass hier erstmals die sogenannten Beiträger gewürdigt sowie den von ihnen überlieferten Märchen zugeordnet werden, ist das gemeinsame Verdienst von Schindehütte und dem Märchenforscher Heinz Rölleke – und der Ertrag jahrzehntelanger Recherchen.« Matthias Gretzschel, Hamburger Abendblatt am 28.12.2011

Heinz Rölleke ist Professor für Deutsche Philologie und Volkskunde an der Universität Wuppertal und einer der maßgeblichen Märchenforscher. Als führender Grimm- und Märchenforscher erhielt er den Hessischen Staatspreis.

Albert Schindehütte wurde 1939 in Kassel geboren und ist als Mitglied der Werkstatt Rixdorfer Drucke bekannt geworden. Sein künstlerisches Werk, in seiner Handschrift unverkennbar, umfasst Zeichnungen, Radierungen, Holzschnitte, Lithografien und zahlreiche Buchveröffentlichungen. Er lebt in Övelgönne am Ufer der Elbe in Hamburg.

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