Rosenstrauch, Hazel

Wahlverwandt und ebenbürtig

Caroline und Wilhelm von Humboldt

antiquarisch suchen

Das Wunder einer vernünftigen Liebe

Verdanken wir das Ideal einer humanistischen Erziehung dem Alltag einer außergewöhnlichen Beziehung? Hazel Rosenstrauchs kritische und wissensgesättigte Annährung an ein Ehepaar, das seiner Zeit weit voraus war.
Wilhelm von Humboldt: der große Reformer unseres Bildungswesens, der Diplomat, der Ästhet, der dem Wesen der Antike auf der Spur war, der Sprach-Philosoph, der Goethe- und Schiller-Freund. Seine Persönlichkeit ist nicht denkbar ohne seine Frau, Caroline von Dacheröden, Mutter seiner fünf Kinder, in den Hauptstädten Europas zu Hause: eine Partnerin, die ihm an Weltneugier, Bildung, Kunstsinn und an tätiger Humanität ebenbürtig war. Die beiden verband keine allzu leidenschaftliche Beziehung, doch eine Liebe »auf gleicher Höhe«. Die »Individualitäten eines jeden Charakters... in einem so engen Verhältnis wie die Ehe respektiert zu sehen«, schrieb sie ihm, »war das einzige, was ich bei dem Mann suchte, dem ich meine Hand geben wollte...« Das entsprach seinem Wunsch »in dem engsten Verhältnis die höchste Freiheit zu behalten«.
Anhand unzähliger Briefe, die sich die beiden über Jahrzehnte geschrieben haben, zeichnet Hazel Rosenstrauch mit kritischer Sympathie das Bild einer selbstbewussten Frau, deren Begriff von Liebe und Partnerschaft weit in die Moderne vorauswies, und das ihres Gefährten, der – an ihrem freien Wesen gewachsen – zu einem der großen liberalen Geister unserer Geschichte wurde.

»die Kulturwissenschaftlerin Hazel Rosenstrauch ... hat ... mit ihrer Doppelbiografie des Ehepaars Caroline und Wilhelm von Humboldt eine Art Reiseführer in Europas Moderne geschrieben, für Angstlose, abenteuerlich gut, auf geradezu erholsame Weise geistreich, ein sehr politisches Buch, hinreißend gestaltet obendrein. Ein Buch über die Liebe, das den Sinn für geistige und politische Reisefreiheit weckt, für alle, die nicht dauernd bloß lesen.« Elisabeth von Thadden, Die Zeit vom 25.06.2009

»Rosenstrauchs Buch [ist] mehr als nur eine Facette im Familienalbum der großen preußischen Dynastie. Es ist eine sorgfältige und beeindruckende Studie über die Welt der Gefühle am Vorabend der Moderne.« Edelgard Abenstein, Deutschlandradio Kultur vom 15.05.2009

»Fast erscheint es unglaublich: dass die Frauen-Gleichberechtigung nach einer Caroline von Humboldt noch derart lange warten musste. Diese Biografie ist gleichzeitig ein fesselndes Porträt der Zeit, in der die Humboldts ... lebten und kräftig mitmischten« Beatrix Novy, NDR-Kultur vom 05.05.2009

»Buch der Woche ... Insgesamt hat Hazel Rosenstrauch in profunder Kenntnis der Materie ein Lebensbild geschrieben, das nicht nur der faszinierenden Personen wegen, denen sie sich widmet, fesselt.« Tilman Krause, Die Welt vom 06.06.2009

»Hazel Rosenstrauchs Doppelbiografie ist eine sich nie anbiedernde Hommage an ein Paar, das Vernunft und Romantik verband.« Bücher, 01.10.2009

»Es ist das wichtigste Verdienst der neuen Darstellung  von Hazel Rosenstrauch, dass sie dieses [überlieferte] Bild entschlossen  modernisiert und dabei die Resultate eines Jahrhunderts der Humboldt-Forschung  fürs Publikum nutzt ... So weit kann ein Buch über eine exemplarische Ehe führen, das eigentlich nur einen Wunsch übrig lässt: Man hätte gern noch viel mehr Zitate aus den Quellen darin gelesen.« Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung vom 6./7.06.2009

»(...) Rosenstrauch stimuliert die Neugier. Eine Spurensuche im modernen Rom beendet ihr schönes Buch, das durch die stete Balance von Einfühlung und Distanz und eine durchgehende Suveränität des Urteils besticht.« Thomas Meissner, Frankurter Allgemeine Zeitung vom 21.08.2009

»Wie Hazel Rosenstrauch diese Beziehung anhand der Briefe nachzeichnet, zeugt von viel Einfühlungsvermögen und einer umfassenden Kenntnis der Zeit.« Andreas Oppermann, Märkische Oderzeitung vom 12.09.2009

"Ein faszinierendes Buch über eine moderne Beziehung.« Rahel Salamander, Die Welt vom 27.06.2009

»Hazel Rosenstrauch hat ein profundes Zeit- und Sittenbild des ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhunderts geschrieben, eine lesenswerte Monographie über eine verblüffend moderne Ehe.« Günter Kaindlstorfer, ORF  Kontext

"Der sensiblen und historisierenden Lesart der Biografin aber ist es zu verdanken, dass sowohl Wilhelms Sonderlichkeiten als auch Carolines politische Entgleisungen — sie offenbarte nach 1806 antisemitische Ressentiments – zwar nicht entschuldigt, aber doch verständlich werden. Auch das Humboldt-Paar ist kein Ideal, sondern ein Stück gelebte und widersprüchliche Vergangenheit.« Ulrike Baureithel, Tagesspiegel vom 23.07.2009

»... ein einfühlsames Porträt des Ehepaares Wilhelm und Caroline von Humboldt.« Monika Melchert, Lesart, 2/2009

»Caroline von Humboldt ... eine bemerkenswerte und bewundernswerte Frau – die Lektüre lohnt.« Dr. Ulrich Rubens-Laarmann, Hellweger Anzeiger vom 09.05.2009

Hazel Rosenstrauch ist in London geboren und in Wien aufgewachsen, sie studierte Germanistik, Soziologie und Empirische Kulturwissenschaften in Berlin und Tübingen. Arbeit als Journalistin, Redakteurin, Autorin, forschte und lehrte an verschiedenen Universitäten und betreute zuletzt an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften die Zeitschrift »Gegenworte - Hefte für den Disput über Wissen«. Mehrere Buchveröffentlichungen, unter anderem: »Varnhagen und die Kunst des geselligen Lebens. Eine Jugend um 1800«, Berlin 2003.

Alternativ verfügbar:

Rosenstrauch, Hazel

Wahlverwandt und ebenbürtig

Das Wunder einer vernünftigen Liebe Verdanken wir das Ideal einer humanistischen Erziehung dem Alltag einer außergewöhnlichen B ...
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Wahlverwandt und ebenbürtig
30,00 EUR
erschienen: 05.2009
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