McCormack, R. W.

Tief in Bayern.

Eine Ethnographie

Einer gehässigen Definition zufolge ist ein Bayer ein Mensch, der innere Befriedigung dabei empfindet, wenn er Fremden den falschen Weg zum Hofbräuhaus zeigt. Die Methoden der modernen Kulturanthropologie erlauben es dem Amerikaner McCormack, sich den Eingeborenen differenzierter zu nähern. Er beschreibt ihr Dasein in seiner ganzen Vielfalt: das politische System ebenso wie das Paarungsverhalten, die Eßkultur, die vielfältigen Alltagsrituale und das Verhältnis zu den Nachbarstämmen. Seine Kenntnis des Brauchtums ist umfassend, und wenn ein Hauch von Exotik durch die Seiten seines Buches weht, so ist das nicht seine Schuld. Auch täuscht der Eindruck, der sich gelegentlich einstellt, daß er satirische Absichten verfolgt: McCormack hält sich vielmehr an die Tatsachen. An ihnen erweist sich, daß die Bayern ein Volk sind, welches sich dem High-Tech-Denken früh geöffnet hat und doch auf seine Weise Naturvolk geblieben ist.

Vom selben Autor

McCormack, R. W.

Tief in Bayern.

Einer gehässigen Definition zufolge ist ein Bayer ein Mensch, der innere Befriedigung dabei empfindet, wenn er Fremden den falschen Weg zum Hofbrä ...

Tief in Bayern.
27,50 EUR
erschienen: 01.1991
Originalausgaben
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