Grän, Christine

Heldensterben

»Nirgendwo wird so schön gestorben wie in Wien«
Die Ränke dieser großen Erzählung beginnen zwar im schäbigen Studio eines Pornoproduzenten, aber die entscheidende Handlung vollzieht sich an offenen Gräbern, an denen die schöne Anna zum strahlenden Star in der Gilde der Beerdigungsredner aufsteigt, die den nichtkirchlichen Bestattungen ihre eigene Würde und Weihe verschaffen.
Verfasserin der bewegenden Reden ist die kleinwüchsige Lucie, selber von Kind auf suizidgefährdet, die in aller Heimlichkeit ihr Lebenswerk schreibt: eine Porträtsammlung von Selbstmördern. Die schöne Anna freilich, allzu lange in den Diensten des schüchternen Regisseurs und Produzenten der X-Filme mit den maskulinen Sexmaschinen, macht sich nichts aus Männern, was nicht weiter erstaunlich ist. Lange unterhielt sie ein Verhältnis mit einer prominenten Politikerin, die den Skandal und das Ende ihrer öffentlichen Karriere nicht überleben wollte. Umso zäher harrt Mama, die Frau Kommerzialrat, in ihrem illustren Altersheim aus, in den Rollstuhl verbannt, der sie nicht davon abhält, sich an der Menschheit mit humanem Lächeln aufs infamste zu rächen...
Christine Grän hat den Wien-Roman schlechthin geschrieben, in dem sich die gloriose Schönheit und die abgrundtiefe Gemeinheit, das unerschöpfliche Vergnügen an der Intrige und die Lust des Fleisches, die unausrottbare Vitalität und der morbide Weltschmerz zu der genialen Mixtur vereinen, die den Geist der Stadt bestimmt. Denn das Herz der Stadt ist nicht der Steffl, nicht die Kärntner Straße, nicht die Staatsoper, nicht das Burgtheater, sondern der Zentralfriedhof. Anders gesagt: Wien lebt nur, wo gestorben und vor allem bestattet wird.

»…gestörte Existenzen im Kampf mit der Realität. Ein Roman, böse, zärtlich, präzise, voll Ironie und Traurigkeit — wahrlich zum Sterben schön.« Focus vom 21.04.2008

»…ein skurriles Panoptikum, in dem Sex, Tod, Schmäh und Schäbigkeit im Reigen tanzen. Helmut Qualtinger hätte seine Freude daran gehabt.« Playboy, Mai 2008

»So ist »Heldensterben« zu einem grandiosen Wien-Roman geraten, voller Bosheit, und Ironie, voller Situationskomik und Traurigkeit, voller Zärtlichkeit trotz aller Erbärmlichkeit des Lebens. Oder, um es mit George Bernhard Shaw zu sagen: Das Leben hört nicht auf, komisch zu sein, wenn Leute sterben, so wenig es aufhört, ernst zu sein, wenn Leute lachen.« Darmstädter Echo vom 28.04.2008

»Wien, Stadt der skurrilen Charaktere: Eine lesbische Grabrednerin, eine suizidgefährdete Kleinwüchsige, ein schüchterner Porno-Produzent und eine bösartige Seniorin bilden die Grundlage für ein morbides Porträt der Donau-Metropole.« in – Das Star Magazin vom 24.04.2008

»Das Buch ist eine Kahnfahrt durch Unterwelten, schwülheiß und morbid. Aber Vorsicht, liebe Melancholiker: Gräns Werk könnte Lust auf ein Vollbad mit Fön machen.« Jan Drees, blond, Juli 2008

Christine Grän wurde 1952 in Graz geboren und lebte ab 1980 für fünf Jahre in Botswana/Afrika. Dort begann die Journalistin, auch Kriminalromane zu schreiben. So schuf sie mittlerweile viele Krimis um die Klatschreporterin Anna Marx.

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36,00 EUR
erschienen: 04.2008
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