Michail Ossorgin

Eine Straße in Moskau

Aus dem Russischen übersetzt, mit Anmerkungen und einem Nachwort versehen von Ursula Keller unter Mitarbeit von Natalja Sharandak

Eine Entdeckung: ein Roman aus dem Jahr 1928, erschienen in der Pariser Emigration und nun neu aus dem Russischen übersetzt.

»In einer fremden Stadt entlieh ich den Titel meines ersten großen Romans bei einer der bemerkenswertesten Straßen meiner Heimatstadt« – schrieb Michail Ossorgin, der bereits 1922 auf Lenins Befehl hin die Sowjetunion verlassen musste und es mit diesem Roman zu internationaler Berühmtheit brachte.

Die Straße in Moskau heißt »Siwzew Wrazhek«. Es ist eine kleine Straße im Zentrum von Moskau, doch seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit großer literarischer Tradition: Der junge Tolstoj lebte hier, genauso wie Marina Zwetajewa und Pasternaks »Doktor Schiwago« spielte hier zum Teil.

„Eine Straße in Moskau“ wurde auf die SWR-Bestenliste im Januar und im Februar 2016 gewählt und für den Preis der Leipziger Buchmesse 2016 in der Kategorie Übersetzung nominiert!

"Michail Ossorgin schlägt in seiner „Straße in Moskau“ einen ganz und gar eigenen Ton an. Er speist sich aus einer elegischen Grundnote und scharfsichtiger Zeitzeugenschaft, aus Geschichtsfatalismus und Mitgefühl mit denen, die die Geschichte erleiden. Ossorgins lakonischer Stil, die filmische Montage der Kurzkapitel, der multiperspektivische Blick auf die Wirklichkeit haben auch heute, 90 Jahre nach der Entstehung des Romans, nichts von ihrer Frische eingebüßt." Brigitte van Kann, Deutschlandfunk – Büchermarkt, 02.12.2016

"… eine fulminante Studie über orientierungslose Menschen in einer zusammenbrechenden Welt voller Gewalt." Thomas Urban / Süddeutsche Zeitung, 22.12.2015

"Die Geschichte kommt über die Menschen mit tsunamiartiger Gewalt. Abgebildet wird die Zeit von der Märzrevolution 1914 bis 1920. Bürgerkrieg, I. Weltkrieg und Revolution, nichts bleibt, wie es war, eine Gesellschaft geht unter. Das hat man schon öfter gelesen natürlich in Romanen. Sensationeller und atemberaubender für mich ist aber die Art des Erzählens, diese unwahrscheinlich moderne Art." Ursula März im Kulturzeit-Gespräch auf 3sat, 10.12.2015

"Aber nur was ganz vergessen war, kann strahlend neu werden, und so ist denn ... Eine Straße in Moskau  die eigentliche literarische Sensation dieses Herbstes." Martin Mosebach, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 28.11.2015

"Wer die brutalen Veränderungen der Moskauer Gesellschaft zwischen 1914 und 1920 darstellen will, muss literarisch gestählt sein. Michail Ossorgin hat darüber im Exil einen grandiosen Roman verfasst." Jan Koneffke, Neue Zürcher Zeitung, 09.02.2016

"Er beschreibt stilistisch meisterhaft, wie unterschiedlich sie mit den dramatischen Begebenheiten von Oktoberrevolution, Bürgerkrieg und Erstem Weltkrieg umgehen." Olga Hochweis, Deutschlandradio Kultur am 22.07.2015

"Ein Klassiker, was immer das heißen mag, ist uns zugewachsen, ist aus dem Nichts aufgetaucht und hat sich ganz selbstverständlich eingereiht in unser Bücherregal, dort wo die große, tolle Gesellschaftsliteratur steht, auf deren Übertrumpfung oder auch nur Einholung wir seit den 30er-Jahren warten …" Klaus Ungerer / DIE WELT, 15.08.2015

"Die Entdeckung eines Autors vom Rang vielleicht eines Michail Bulgakow. Sein Roman spiegelt die russische Lebenswelt vom Vorabend des Ersten Weltkrieges, im Frühjahr 1914, bis wiederum zum ersten Schwalbenflug des Jahres 1920." Peter von Becker, Tagesspiegel vom 11.10.2015

"Ossorgin blickt auf ein pralles Panorama menschlicher Schicksale. Eine wunderbare Wiederentdeckung!" Südwest Presse, 30.11.2015

"Ossorgin ist eine Entdeckung, mit der wohl niemand gerechnet hat. Nicht nur die Geschichte des Autors, der als Sozialrevolutionär sein halbes Leben im Exil verbrachte, ist beeindruckend, sondern auch die monumentale, obgleich leichtfüßige Romangeschichte selbst (…) Noch heute ist der Roman mehr als lesenswert. Die Szenen, die das große dramatische Weltgeschehen illustrieren, wechseln mit zärtlichen Beschreibungen der kleinen, aber existenziellen menschlichen Sorgen." Sonja Vogel, taz, 09.03.2016

"Im Epos „Eine Strasse in Moskau“ blickt der hervorragende Stilist in kurzen Kapiteln auf Moskau in den Jahren 1914 bis 1920 zurück. Die „alte Knechtschaft“ im Zarenreich wurde gegen jene der Bolschewisten eingetauscht.“ Erika Achermann, St. Galler Tagblatt, 24.03.2016

"Ein brillantes und außergewöhnliches Prosawerk hat Die Andere Bibliothek ausgegraben. (...) Die Lektüre des Buches ist ein Lesegenuß – inhaltlich, strukturell, sprachlich." Magazin Wostock, Ausgabe 1/2016

"Mit der Leseempfehlung für diesen Roman sei eine Würdigung von Ursula Keller und Natalja Sharandak verbunden, die sich um Entdeckung, Herausgabe und Kommentierung verdient gemacht haben. Sie bringen uns ein Stück weltverändernder Zeitgeschichte ins Bewusstsein, ein Buch der Klage, das die Bruchstücke des Vergangenen zu bewahren sucht.“ Sabine Neubert, neues deutschland, 07.07.2016

"Eine Straße in Moskau" wurde auf die SWR-Bestenliste im Januar und im Februar 2016 gewählt, eine Videoaufzeichnung der Jurydiskussion mit Ursula März und Elmar Krekeler, moderiert von Sigrid Löffler, finden Sie hier.

 

Eine Straße in Moskau

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