Bedford, Sybille

Ein Vermächtnis

Aus dem Englischen und mit einem Dossier versehen von Reinhard Kaiser

Sybille Bedfords großes literarisches Vermächtnis: ein deutscher Gesellschaftsroman über die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg – ein Klassiker der Moderne.

Sybille Bedford, sowohl mit dem jüdischen Großbürgertum Berlins als auch mit dem badischen Landadel vertraut, entwirft ein Diorama dieser heute so fernen Welt, das ein halbes Jahrhundert umspannt. Brillant und mit der ihr eigenen sprachlichen Eleganz, amüsant und atmosphärisch, verbindet Ein Vermächtnis Elemente des Bildungs- und des Familienromans mit der politischen Kolportage: Boom und Ruin, Antisemitismus und Kulturkampf, militärischer Wahn und liberales Aufsteigertum bilden den historischen Hintergrund.

Julius von Felden, der Vater der Erzählerin, ist ein adeliger Kosmopolit, der das wilhelminische Preußen verabscheut und mit stoischer Würde den Schicksalsschlägen und Skandalen seiner Epoche begegnet.

Das erstaunliche autobiographische Gedächtnis seiner Tochter hat auf beinahe Proust’sche Weise die sprechenden Details einer verlorenen Zeit bewahrt.

Sybille Bedford, 1911 in Berlin geboren, arbeitete als Journalistin und Schriftstellerin. Nach langen Jahren in Frankreich, Spanien und Italien lebte sie in London, wo sie 2006 starb. Ihre Romane und Reiseerzählungen spiegeln die reichhaltige und abwechslungsreiche Lebensgeschichte ihrer Autorin wider. Die wichtigsten Werke von Sybille Bedford sind A Visit to Don Octavio (1953, deutsch 1960), A Compass Error (1968, deutsch 1969), Aldous Huxley. A Biography (1973) und Jigsaw (1989, deutsch 1992).

Der Übersetzer Reinhard Kaiser hat ein Dossier beigefügt, das Ein Vermächtnis historisch erhellt.

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27,50 EUR
erschienen: 07.2003
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