Thumann, Michael

Der Islam-Irrtum

Europas Angst vor der muslimischen Welt

Ein engagiertes Plädoyer gegen den Kampf der Kulturen und ein neuer Blick hinter die Fassaden der Paläste und Hütten im Mittleren Osten – zehn Jahre nach dem 11. September 2001.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hat der Westen den Islam dämonisiert. Es war ein verhängnisvoller ideologischer Irrtum, hinter allen Problemen des Nahen und Mittleren Ostens die Religion des Korans als treibende Kraft zu vermuten. Die Schlagwörter von Terrorismus und Gewalt haben eine vielfältige und widersprüchliche Wirklichkeit verdeckt – das ist unser Islam-Irrtum.
Nach dem Tod des Al-Qaida-Führers Osama Bin Laden und zehn Jahre nach dem 11. September bieten die sozialen und nationalen Revolutionen, die Aufstände und Aufbrüche in der muslimischen Welt »dem Westen eine historische Gelegenheit, den Islam-Irrtum zu überwinden«.
Der ZEIT-Korrespondent Michael Thumann bereist den Nahen und Mittleren Osten schon seit Jahren intensiv – er berichtet aus den Rückzugsquartieren der Islamisten in Ägypten, aus den verschwiegenen Wohnpalästen von Saudi-Arabien, aus den Bergen des vom Krieg zerrissenen Kurdistan. Er sprach mit gewendeten radikalen Muslimen oder war dabei, als Taliban- und Hisbollah-Kämpfer mit CIA-Agenten über die Welt und sich selbst diskutierten. Jenseits von Rückständigkeit und Religiosität wachsen am Golf neue globale Machtzentren heran, steigt die Türkei zu einer neuen Regionalmacht auf, sucht Iran seinen Ort.
Materialreich, glänzend informiert und mit scharfem analytischen Blick deutet Michael Thumann Leben und Politik im Nahen und Mittleren Osten – am Revolutionsplatz in Kairo oder in Bahrain: Es ist wirklich an der Zeit, den Islam-Irrtum zu überwinden.

»Thumann reduziert nicht die Komplexität, er schafft sie vielmehr, und zwar dort, wo das westliche Bild über »den« Islam zu pauschalierend ist. Thumann breitet eine Vielfalt der islamischen Welt aus, die aber nicht verwirrend, sondern in der Gesamtschau erhellend ist, wozu nicht zuletzt die pointierte Sprache beiträgt.« Die Presse, 10. September 2011

»Ein engagiertes Plädoyer gegen den Kampf der Kulturen und ein neuer Blick auf die arabische Welt – gewonnen in vielen Gesprächen in Hinterzimmern, bei Geheimtreffen und auf der Straße.« Cicero, Oktober 2011

SZ/NDR/Buchjournal-Liste der Sachbücher des Monats:
Besondere Empfehlung des Monats Juli 2011 von Florian Rötzer

"Ein differenzierter Aufruf zur politischen Kurskorrektur."
(Ellen Vest, 3sat bookmark, 10. Juni 2011)

»Ein hochaktuelles und überaus informatives Buch, das in dieser Form noch auf dem Buchmarkt gefehlt hat.« (Bücher, August/September 2011)

 

Michael Thumann, geboren 1962, lebt seit 2007 in Istanbul und leitet dort die Zeit-Redaktion für den Mittleren Osten. Er schreibt über die arabische Welt, die Türkei und Zentralasien. Zuvor koordinierte er die außenpolitische Berichterstattung der Zeit, bis 2001 war er Korrespondent für die Zeit in Moskau.

Alternativ verfügbar:

Thumann, Michael

Der Islam-Irrtum

Ein engagiertes Plädoyer gegen den Kampf der Kulturen und ein neuer Blick hinter die Fassaden der Paläste und Hütten im Mittleren ...
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Der Islam-Irrtum
32,00 EUR
erschienen: 07.2011
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